Zerbst l Die Stadt Zerbst hat massive Probleme mit wilden Müllablagerungen auf der Grünfläche Wegeberg/Einmündung Lange Straße. "Hier ist die Müllablagerung untersagt, trotzdem wird der Bereich permanent dafür genutzt", so die zuständige Amtsleiterin Kerstin Gudella.

Der städtische Bau- und Wirtschaftshof beräumt die Fläche immer wieder in Zusammenarbeit mit den Anhalt-Bitterfelder Kreiswerken, nicht zuletzt im Sinn des schönen Stadtbildes. "Es ist zusätzlicher Zeit- und Personalaufwand, der eigentlich anderen Aufgaben zugute kommen könnte", fügt Stadtsprecherin Antje Rohm hinzu.

Die städtische Grünfläche soll im Herbst neu hergerichtet und bepflanzt werden. Bis dahin wird der Bereich eingezäunt. Der Zaun wird in diesen Tagen aufgestellt.

Im Falle illegaler Müllablagerung sind die Eigentümer der Grundstücke dafür verantwortlich, den Müll zu beseitigen. Die Stadt Zerbst empfiehlt in solchen Fällen, umgehend das Ordnungsamt unter den Nummern (03923/75 42 15, -16, -17 oder -22) zu kontaktieren. "Nachdem die Eigentumsverhältnisse des Grundstücks geklärt sind, kontaktieren wir den Eigentümer und fordern ihn auf, den Unrat zu beseitigen", erklärte Stadtsprecherin Antje Rohm bereits im Zusammenhang mit illegalen Müllablagerungen auf privaten Grundstücken. Dies gelte jedoch nur für Vorfälle innerorts. "Außerorts ist die Abfallbehörde des Landkreises zu informieren."

Letztlich werden die Kreiswerke mit der Beseitigung des Mülls beauftragt. Es sind Kosten, die in die Abfallentsorgungsgebühren mit einfließen. Allein 2013 sind 112 500 Euro an Kosten angefallen für die Beseitigung wilder Müllablagerungen im Landkreis. 259 Ablagerungen sind registriert worden.