Was Steutz zu bieten hat, davon konnten sich Besucher bei "Kreuz Quer" ein Bild machen. Neun Stationen luden zum Sehen, Staunen und Wundern ein.

Steutz l Die ersten Neugierigen waren schon vor Ottilie, alias Monika Sauer, im Krämerladen. "Hier haben wir alles, was man sich an Nostalgie vorstellen kann", pries die Steutzerin die Waren aus alten Zeiten und holte "Bückware" hinterm Ladentisch hervor. Nebenan waren schon zum Auftakt von "Kreuz Quer durch Steutz" mehr als 20 Kuchen aufgereiht. Heidi Stiehl und Anita Berg kümmerten sich gutgelaunt um die Backwaren. "Wir helfen mit, weil es Spaß macht", waren sich die beiden einig. "Man lernt viele Leute kennen", ergänzte Anita Berg.

Ein Novum an diesem Tag: Unterm Dach im Gemeindehaus sind Ausstellungsräume zum Leben auf dem Dorf dazugekommen. "Die ehemalige Hausmeisterwohnung konnte hergerichtet werden", so Ortsbürgermeisterin Regina Frens. Auch Schreibmaschinen, alte Radios und Musikinstrumente sind zu sehen. "Alle Stationen waren gleichmäßig gut besucht", freute sich Dr. Stephan Riemschneider, der Vorsitzende des Vereins "Ländliches Leben Steutz/Steckby" über die Resonanz bei der Veranstaltung. Bis zum späten Nachmittag waren die Menschen im Dorf unterwegs, viele waren auch aus Aken über die Elbe gekommen.

Besonders groß war der Andrang, wenn das Pferd zum Hufbeschlag in die Schauschmiede geführt wurde. Auch Waschfrau Cornelia Rogatty hatte reichlich Publikum, wenn sie in der Waschwanne rührte. Einmal im Monat wurde früher gewaschen. "Das war ein Familienereignis", erklärte sie den Leuten, was in alten Chroniken beschrieben ist. Bunte heliumgefüllte Ballons auf die Reise zu schicken, dazu motivierte Mathias Geesen die Besucher. Mal sehen, woher die weiteste Rückmeldung kommt.

Bei der Feuerwehr kamen die Kameraden in ihrer Schutzkleidung ins Schwitzen. Wer wollte, durfte selbst versuchen, das Schneidwerkzeug an dem alten Auto anzusetzen. Einen angenehmen Job hatte der Kamerad Charlie Luksch, der zu Schlauchboottouren übern Teich am Feuerwehrgerätehaus einlud.

Mit dem Kremser konnten alle Stationen bis hin zur Straußenfarm erreicht werden. Dort wurden die Gäste neugierig von den acht Tieren der Familie Stiehl beäugt. Und übrigens: Auf die Losnummer 74 der Tombola wartet noch die Straußeneilampe. Der Gewinner kann sich melden unter Telefon 0178 548 11 44.

   

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