Zerbst/Steutz l Ein leerer Tank brachte Christian Grottkowski im April 2006 mit seiner zukünftigen Braut zusammen. "Ich brauchte Sprit", blickt der 31-Jährige zurück. Gerade so kam er damals mit seinem Auto bis nach Steutz. "Ich kannte Melanies Schwester", schildert er, wie es zur ersten Begegnung kam. Aber diese besaß keinen Führerschein. So übernahm es die junge Zahnarzthelferin, ihn nach Roßlau zur Tankstelle zu fahren. Und irgendwie knisterte es zwischen Beiden. "Wir sind noch am gleichen Abend etwas trinken gegangen", erinnert sich Melanie.

"Ich habe den ersten Schritt gemacht", erzählt Christian vom Beginn ihrer Beziehung. Und diese nahm anfangs einen recht schnellen Verlauf. "Nach eineinhalb Monaten bin ich zu ihr gezogen", verrät der gebürtige Cottbusser. Im September 2006 nahmen sie sich eine gemeinsame Wohnung in Klieken. "Es passt einfach", nennt Christian den entscheidenden Grund für den Schritt vor den Traualtar, den sie nun endlich gewagt haben. Lang genug getestet, ob es mit ihnen funktioniert, hätten sie ja nun, ergänzt Melanie. Dennoch rechnete die 29-Jährige absolut nicht mit dem, was sie im vergangenen August erwartete.

"Ich habe nichts geahnt", denkt sie an den romantischen Heiratsantrag zurück. Kein traditioneller Kniefall, sondern etwas Besonderes sollte es werden, sagt Christian, der Kraftfahrer bei einem Abfall-entsorger ist. Also sprach er mit seinem Chef, ob er einen der Lkw bekommen könne - und überredete ihn.

Am 17. August 2013 genau um 11.30 Uhr war es soweit. Unter dem Vorwand, arbeiten zu müssen, schlich sich der 31-Jährige von dannen. "Ich bin extra noch zum Friseur." Auch einen Anzug besorgte er sich für seinen wichtigen Auftritt. Zuvor hatte Christian bereits ein Transparent anfertigen lassen, das er nun über den Kühlergrill des Sattelschleppers spannte. "Melanie, willst Du mich heiraten?", stand darauf. Zwei Antworten standen - nicht wirklich - zur Auswahl. "Nur bei ,Ja` war ein Streifen zum Ankleben des Herzens", schmunzelt Melanie. Sie wunderte sich nur, dass neben ihrer Familie auch Christians Eltern in Steutz waren. Sogar ihre Oma aus Zerbst stand plötzlich mit draußen, als ihr Liebster aufgeregt um die Ecke bog. Wenig später steckte er ihr den Verlobungsring an den Finger.

Als sie sich im Zerbster Rathaus über die Hochzeitsmodalitäten informieren wollten, überrumpelte sie die Standesbeamtin mit der Frage nach einem Termin. Spontan wählten die Beiden den 2. Mai. Von Dirk Kürschner im nostalgischen Wartburg chauffiert, gaben sich Melanie und Christian an diesem Brückentag schließlich begleitet von Freunden und Verwandten sowie Trauzeuge Ronny Siebrecht das Ja-Wort. "Nun suchen wir nach einem eigenen Haus", erzählen die frisch Vermählten. Zumal sich im November der erste Nachwuchs ankündigt.

Die Hochzeitsreise wird da erstmal verschoben. Gern würden sie die schottischen Highlands oder Irland erkunden. Und wer weiß, vielleicht gewinnen sie den Reisegutschein, der allen Teilnehmern der Volksstimme-Aktion "Traumhochzeit" winkt. Wer ebenfalls mitmachen möchte, kann sein Hochzeitsbild zusammen mit einigen persönlichen Angaben wie Tag und Ort der Trauung, Dauer der Beziehung oder dem Kennenlernen bei der Volksstimme einreichen. Möglich ist das mit einer E-Mail an redaktion.zerbst@ volksstimme.de (Bild bitte in größtmöglicher Auflösung schicken) oder per Post an Zerbster Volksstimme, Alte Brücke 45 in 39261 Zerbst. Teilnahmescheine liegen ebenfalls im Zerbster Standesamt sowie in den beiden Außenstellen in Walternienburg und Lindau aus.

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