Zerbst l "Sport steht bei uns ganz weit oben", erklärt Sylvia Focke. Dabei blickt die Leiterin der Förderschule (G) am Heidetor zu all den Mädchen und Jungen hinüber, die das soeben voller Elan bewiesen haben. Begeistert absolvierten sie beim Schulsportfest die verschiedenen Disziplinen. Aus Weitsprung, Medizinballwurf und Sprintwettbewerb setzte sich der Dreikampf zusammen. Die meisten stürzten sich gleich noch in den 800- beziehungsweise 1500-Meter-Lauf - je nach Altersklasse - mit dem Ziel, das Deutsche Sportabzeichen für Menschen mit Behinderung abzulegen.

Bereits seit 2009 beteiligt sich die Schule an dieser Aktion, bei der vier Kriterien zu erfüllen sind: Kraft, Koordination, Ausdauer und Schnelligkeit. Grundvoraussetzung ist die Schwimmfähigkeit, wie Sportlehrer Gerald Hirt erläutert. Er ist es gewesen, der anregte, dass sich die Bildungseinrichtung mit dieser beliebten Sportfesttradition für den bundesweiten Sportabzeichen-Wettbewerb 2013 bewirbt, der jährlich von der Sparkassen-Finanzgruppe gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Sportbund durchgeführt wird.

Gestern nun die freudige Überraschung: Im Beisein von Landrat Uwe Schulze (CDU) und dem Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) überreichte der Vorstandsvorsitzende der Kreissparkasse Anhalt-Bitterfeld, Markus Klatte, den mit 1000 Euro dotierten Sonderpreis.

"Das ist eine schöne Sache", denkt Gerald Hirt nicht zuletzt an die knappe Haushaltskasse des Kreises, der Träger der Schule ist. Wofür das Geld verwendet werden soll, weiß er schon ganz genau. "Wir wollen das Kraulschwimmen einführen", erzählt er von der geplanten Anschaffung von Schwimmflossen. Darüber hinaus sollen Medizinbälle und Stoppuhren gekauft werden sowie Springseile und Softbälle für die Pausengestaltung.

Denn "Sport ist gesund", ist den insgesamt 64 Schülern klar. Entsprechend eifrig legten sie sich beim Sportfest ins Zeug. Und dieser Ehrgeiz wurde belohnt: Jeder erhielt eine Teilnehmerurkunde und eine Goldmedaille.