Die Feierlichkeiten 800 Jahre Jütrichau sind vorbei. Aufregende Festtage liegen hinter den Einwohnern und Gästen. Petra Wiese sprach für die Volksstimme mit Markus Pfeiffer vom Festkomitee:

Volksstimme: Welche Bilanz zieht der Veranstalter nach dem Festwochenende?
Markus Pfeiffer: Das Festwochenende war für die Ortschaft ein voller Erfolg. Das Programm ist wie geplant durchgelaufen. Von den Künstlern und Mitwirkenden haben wir positive Feedbacks erhalten. Gelobt wurde die professionelle Planung und Durchführung. Die 800-Jahr-Feierlichkeiten haben vor allem die überraschenden, unglaublichen Seiten und das besondere, unverwechselbare Profil Jütrichaus sichtbar gemacht. Für die Jütrichauer und deren Gäste war es ein besonderes Ereignis.

War die Besucherresonanz zufriedenstellend?
Im Vorfeld der Veranstaltung haben wir alle Möglichkeiten genutzt, um auf das Festwochenende aufmerksam zu machen. Persönliche Einladungen an Familie und Freunde, Plakate, Programmflyer, Berichte in der Presse sowie die Nutzung von Online-Medien. Dieser Aufwand hat sich wirklich ausgezahlt. Der Festplatz am Teich war zu jeder Zeit gut besucht, das Zelt zu den Programmhighlights voll besetzt.

Welche Programmpunkte erwiesen sich rückblickend betrachtet als echte Höhepunkte?
Es fällt mir schwer, dort einen eindeutigen Favoriten zu nennen. Da hatte wohl jeder seinen eigenen "Wow-Moment". Höhepunkte für die Gäste waren sicherlich die gebuchten Showacts mit der Band Empire, Martin Luther alias Christian Klischat sowie die Double-Show von Petra Stein. Mit der Vermählung des gravierten Findlings mit der Braut Jütrichau hat unsere Standesbeamtin Mandy Herrmann Geschichte in der Geschichte der Ortschaft geschrieben. Zur 900- oder 1000-Jahr-Feier von Jütrichau wird dies wohl Erwähnung finden. Ein besonderes Erlebnis war auch die Lesung von Andrea Schmidt über das Leben eines Landmannes in Juterchoov vor rund 800 Jahren unter der alten Eiche am Sportplatz. Die untergehende Sonne, das Flackern des Feuers in den Feuerschalen, die mystische Folk-Musik, ein Becher Met-Wein und dazu die Geschichte - einfach schön! Auch Bärbel Krolops Modenschau "Durch die Epochen der Zeit" füllte das Festzelt am Samstagnachmittag bis auf den letzten Platz. Mit dieser Modenschau ziehen wir gleich mit den Laufstegen in Mailand und Paris. Das Publikum hat mit einem kräftigen Beifall die Leistung von Frau Krolop und den Mitwirkenden gewürdigt. Wirklich schön war auch das Musikfeuerwerk am Freitagabend. Mit Mondschein am Himmel und der just in diesem Moment vorbeifliegenden Raumstation ISS mit Alexander Gerst - eine besonderer Augenblick.

Was bleibt den Jütrichauern nach diesem großen Ereignis, was hat es dem Dorf gebracht?
Nach der Feier erst einmal eine Menge Arbeit. Alles muss zurückgebaut und wieder vernünftig eingelagert werden - Deko, Wasser, Elektroinstallation, die Festzeltgarnituren, die Bühne und die Zelte. Gebracht hat das große Ereignis viel - unser Ort ist im Rahmen der Vorbereitungen attraktiver geworden - der neu gestaltete Festplatz, der Grill und das Wappen sind schon echte Hingucker. Die Aufgabe, eine 800-Jahr-Feier zu organisieren, durchzuführen sowie die damit ver- bundenen Arbeiten wie Auf- und Abbau haben das Gemeinschaftsgefühl in der Ortschaft gestärkt. Wir haben gemeinsam erzählt, geschwitzt, zusammen gelacht und auch manchmal geflucht. Nicht nur ich hatte den Eindruck, das wir näher zusammengerückt sind.

Gibt es den Bürgern noch etwas zu sagen?
Natürlich ein großes Dankeschön an alle, welche die Feier sowie die Vor- und Nachbereitungen unterstützt und ihre Ideen, Zeit und Kraft eingebracht haben. Ohne diese Unterstützung wäre eine solche Veranstaltung nicht möglich gewesen. Ganz besonders bedanken möchten Denis Barycza und ich mich bei den Arbeitsgruppenverantwortlichen Mario Röring, Hans Wink, Doris Lange und Petra Platzer sowie beim Ortsbürgermeister Dirk Bunge. Bedanken möchte ich mich auch für die konstruktive Zusammenarbeit bei den Mitarbeiten der Stadtverwaltung Zerbst - wie Frau Rose, Frau Lettau und Frau Ballerstein. Dank auch noch einmal an die Sponsoren und das Team von der Raststätte in Jütrichau für die gelungene gastronomische Versorgung. Ich hoffe, dass ich niemanden vergessen habe - wenn doch, bitte ich um Nachsicht.

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