Mit einem Tag der offenen Tür gewährte die Grundschule "Astrid Lindgren" Einblicke in ihr vielfältiges Bildungsangebot. Ehemalige und künftige Schüler schauten vorbei, Eltern und Großeltern sahen sich den Lernort im Grünen an.

Zerbst l "Wir möchten einmal den Angehörigen unserer jetzigen Schüler sowie den Familien der künftigen Abc-Schützen die Gelegenheit geben, sich alles anzuschauen", nennt Schulleiterin Heike Bengner den Anlass für den Tag der offenen Tür. Zum dritten Mal gewährt die Bildungseinrichtung am Amtsmühlenweg Einblicke in sämtliche Räumlichkeiten - angefangen von den Klassenzimmern über Computerraum und Bibliothek bis hin zu Turnhalle und Hort. Auch Schulgarten und Sportplatz können an diesem Freitagnachmittag erkundet werden. Schülerarbeiten und Lehrmittel spiegeln das Lernen vor Ort wider, musikalische und tänzerische Darbietungen die breit gefächerten Angebote.

"Wir haben eine gut ausgestattete Schule, wo wir versuchen, die Interessen der Kinder zu entdecken und auszubauen. Wir wollen ihre Fähigkeiten, die sie vielleicht selbst noch nicht kennen, hervorlocken", sagt Ann-Cathrin Weimeister. Zugleich erzählt die Lehrerin vom gemeinsamen Unterricht der Erst- und Zweitklässler, bei dem die Wertigkeit auf das Erlernen sozialer Kompetenzen gelegt wird. Es laufe sehr viel zur Persönlichkeitsbildung, ergänzt sie.

Genau davon können sich die Familien bei einem Rundgang durch die Schule und über das Gelände persönlich ein Bild machen. Und das auf durchaus unterhaltsame Weise. Unter Leitung von Rainer Gräßler und Claudia Bruchmüller von der Musikschule "Johann Friedrich Fasch" bringen die jungen Percussionspieler einige Stücke zu Gehör, derweil nehmen junge Nachwuchsbläser die Gäste im Eingangsbereich in Empfang. Beifall gibt es ebenfalls für die von Lehrerin Roswitha Baake trainierten Dance Kids, die schwungvolle Choreografien zeigen. Wer mag, kann in der seit 1962 fortlaufend geführten Chronik blättern oder sich das Programm der Astrid-Lindgren-Schüler bei den diesjährigen Zerbster Kulturfesttagen ansehen, das über eine Leinwand flimmert. Denn dank dieses Auftrittes und mit der Unterstützung des Fördervereins der Grundschule konnten ein Beamer und ein Laptop angeschafft werden, wie Heike Bengner erzählt. Sie wie auch die anderen Lehrer stehen an diesem Tag gern für ein direktes Gespräch bereit.

"Wir sind hergekommen, um mit Frau Weimeister zu reden und um zu sehen, was sich verändert hat", erklärt Angelique Frieser, die inzwischen die 6. Klasse besucht. Bereits 1990 ist Anne Friedrich hier am Amtsmühlenweg eingeschult worden. Im September wird ihr Sohn Toni hier stolz seine Zuckertüte in Empfang nehmen. "Die Räume sind modernisiert, aber man findet sich wieder zurecht und trifft alte Lehrer", sagt sie. Beeindruckt ist die junge Mutti ebenfalls von dem heutigen vielfältigen Angebot.

Ein nicht alltägliches ist das extra eingerichtete Café mit hausgebackenem Kuchen, für das der Schulförderverein sorgt. Dieser begeht 2014 sein 20-jähriges Bestehen. Das beschert den Erst- bis Viertklässlern ein besonderes Geschenk. "Sie werden alle zum Badetag eingeladen", verrät Heike Bengner. Sie erzählt, dass nicht nur der Eintritt frei sein wird, sondern auch Brause, Würstchen und Pommes ausgegeben werden. Dann widmet sie sich den nächsten Besuchern.

   

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