Zerbst l Erfolgreiche Prävention zahlt sich aus. Das bekam die Stadtkasse jetzt erneut zu spüren. Erfreut nahm Bürgermeister Andreas Dittmann am Dienstagnachmittag von den Öffentlichen Versicherungen Sachsen-Anhalt (ÖSA) einen Scheck über 2150 Euro entgegen. Hintergrund ist, dass die Einheitsgemeinde Zerbst die Schadenquote an ihrem Gebäudeeigentum - beispielsweise durch Brände - 2013 wieder erfolgreich gering halten konnte.

"Wir haben gut die Hälfte der städtischen Objekte bei der ÖSA versichert", nannte Dittmann sämtliche Feuerwehrgerätehäuser und die Grundschulen als Beispiele. Aber auch ein Teil der Baudenkmale gehört dazu. Derweil laufen momentan Gespräche zum Versicherungsschutz für das neue Bauhofdomizil, das derzeit am Amtsmühlenweg hergerichtet wird, wie der Bürgermeister berichtete.

Zugleich erzählte Dittmann vom ÖSA-Unwetterfrühwarnsystem Wind, das die Stadt genauso nutzt wie das in Anhalt-Bitterfeld flächendeckend verfügbare Katastrophenwarn- und Informationssystem Katwarn. Diese Daten laufen im Ordnungsamt auf, das je nach angekündigter Warnmeldung entsprechende Vorkehrungen veranlasst. Darüber hinaus wird basierend auf der Risikoanalyse und dem Brandschutzbedarfsplan regelmäßig der Ausrüstungsgrad der Ortsfeuerwehren überprüft und die Technik je nach Haushaltslage modernisiert. Auch der Ausbildungsstand der Kameraden bleibt stetig im Blickfeld. "Und wir unterstützen nach Möglichkeit die Kinder- und Jugendfeuerwehren", ergänzt Dittmann. Nicht zuletzt listet er die ebenso wichtige Unterhaltung der Gerätehäuser als eine der durchgeführten Präventionsmaßnahmen auf.

"Zerbst hat gut vorgesorgt, das zeichnet die Stadt aus", erklärte ÖSA-Vorstand Rainer Bülow. Bereits seit Jahren seien die Schadenquoten überaus gut. Als Versicherung belohnen sie das mit einer finanziellen Anerkennung und geben Geld zurück, das für gemeinnützige Projekte gedacht ist. "Daran halten wir auch fest, obwohl das extreme Hochwasser 2013 bekanntlich im Land hohe Schäden angerichtet hat und damit das Vorjahr eine große Herausforderung für uns als Versicherer war."

Die 2150 Euro sollen in Kulturprojekte investiert werden, wie Dittmann mit Blick auf die wohl bekannteste Zerbster Persönlichkeit erläuterte. So soll das Geld für Vorhaben genutzt werden, mit denen der 270. Jahrestag der Abreise der Anhalt-Zerbster Prinzessin Sophie Auguste Friedrike und späteren Zarin Katharina II. nach Russland gewürdigt werden soll.