Zerbst. Mit der Weihnachtsbaumabfuhr verwischen sich die letzten Spuren des Weihnachtsfestes 2010. Erstmals wird der stachelige Geselle in Zerbst nicht ausschließlich von den Glascontainerstandorten abgeholt, sondern faktisch von jeder Haustür. Zusätzlich unternahm gestern Günter Alarich von den Anhalt-Bitterfelder Kreiswerken eine Rundfahrt durch die Stadt und verlud ausrangierte Tannen, Fichten und Kiefern.

Die Abholung ist für den Bürger deutlich komfortabler geworden. Mussten die Haushalte in früheren Jahren den alten Baum bis zum nächst-besten Glascontainerstandort bringen, können sie ihn in diesem Jahr erstmals vor ihrer Haustür an der Straßenkante ablegen.

Die Kreiswerker nehmen sich der Bäume an, wenn sie die Biotonnen-Leerung vornehmen. "Und zwar unabhängig davon, ob die Haushalte überhaupt eine Biotonne haben", betont Alarich. Dieser Service wird während der Biotonnen-Entleerungen in dieser Woche nochmals erfolgen. Anschließend kann der Weihnachtsbaum lediglich noch kleingeschnitten in der Biotonne Platz nehmen, um entsorgt zu werden. Denn die Anzahl der zur Leerung bereitgestellten Biotonnen übertrifft die eigentlich für einen Januar zu erwartenden Mengen Biomüll nach allgemei- ner Schätzung um ein Vielfaches.

Alarich attestiert den Zerbster Haushalten bezüglich der Weihnachtsbaum-Entsorgung ein bislang "recht ordentliches Verhalten". Offenbar werden viele Bäume tatsächlich kleingeschnitten in die Biotonne getan, von wo aus sie sozusagen "unsichtbar" in die Kompostierung gelangen.

Weniger gut ist Alarich auf die Ordnung in der Stadt zu sprechen. Während seiner gestrigen Tour entdeckte er so manchen nicht mehr ganz frischen Sperrmüllhaufen, insbesondere im dicht besiedelten Zerbst-Nord. "Da sehe ich mir die Anmeldungen genauer an. Es wäre schlimm, wenn der Sperrmüll ohne jedes Wort einfach hingestapelt wird, um sich anschließend nicht mehr drum zu scheren."