Zerbst l "Wir haben diesen Tag lange herbeigesehnt, und nun kam er doch schneller, als wir es eigentlich wollten", so Elisabeth Markmann und Carolin Schreck. Die beiden sprachen am Sonnabendvormittag bei der feierlichen Zeugnisübergabe die Dankesworte der Abiturienten des Francisceums.

"Stolz und überglücklich", die Abiturzeugnisse in den Händen zu halten, stellten sie zugleich fest, "ganz plötzlich soll auf einmal alles vorbei sein". Jener geregelte Tagesablauf, nach dem sie sich in den vergangenen zwölf Jahren "jeden Morgen mit Fahrrad, Bus oder zu Fuß zur Schule gequält" haben, "um sinnlose Tests zu schreiben und mehr oder minder sinnlose Konflikte mit Lehrern auszutragen".

Nun gelte es zu lernen, Verantwortung zu übernehmen, selbständig zu sein und selbst zu bestimmen, "wie wir unsere Zukunft gestalten möchten". Einen "uns noch unbekannten und neuen Weg" treten die Schulabgänger an.

Zuvor blickten sie noch einmal zurück und wollten danken.

Zunächst den Lehrern. "Wir haben die Schulzeit mal auf uns wirken lassen und uns erlaubt, unsere Lehrer in drei Kategorien einzuteilen." Sie nannten jeweils Namen dazu. Da habe es "die Muttis" gegeben. "Sie nahmen uns immer zur Seite, sprachen uns Mut zu und glaubten manchmal mehr an uns als wir selbst." Kategorie zwei waren die Spaßvögel. Und dann seien da noch die Lehrer gewesen, "die uns immer mal gezeigt haben, wo der Hammer hängt, uns oft genug auf den Boden der Tatsachen zurückholten". Wichtig seien sie alle mit ihrer jeweiligen Unterstützung gewesen, "denn schließlich haben sie uns zu Abiturienten gemacht".

Mit den Mitschülern sei der Weg zum Abitur durch alle Höhen und Tiefen nur halb so schwer gewesen. Elisabeth Markmann und Carolin Schreck hoffen, "dass die Freundschaften, die wir in der Schulzeit geschlossen haben, bestehen bleiben".

Der Dank der Abiturienten gilt "den Menschen, die uns von klein auf den Rücken gestärkt haben, unseren Eltern". Hier sei es schwer, die richtigen Worte zu finden. "Wir sind stolz, solche tollen Eltern zu haben, nur dank Euch sind wir so geworden, wie wir jetzt sind", sagen die beiden im Namen ihrer Mitschüler.

Was bleibt, "sind die Erinnerungen an eine schöne, manchmal stressige, aber unvergessliche Schulzeit in unserem traditionsreichen Francisceum, eine Schule, auf die man stolz sein kann", verwiesen Elisabeth Markmann und Carolin Schreck noch einmal auf einige besondere Höhepunkte.

Dann baten sie Schulleitung und Klassenlehrer noch einmal auf die Bühne, dankten mit Blumen und übergaben das traditionelle Jahrgangsfoto vom letzten Schultag für die "Galerie" im Francisceum.

Der besondere Tag ging am Abend mit dem Abiball in der Stadthalle zu Ende.