Zerbst l Sachsen-Anhalts Polizei will und soll noch mehr Bürgernähe zeigen. Das Schlagwort, um dieses Ziel umzusetzen, heißt: Regionalbereichsbeamte (RBB). Sie sollen in den Gemeinden vor allem in der Prävention tätig sein und für alle polizeilichen Belange als Ansprechpartner zur Verfügung stehen. So halten sie Kontakte zu Verwaltungen, Schulen, Vereinen und Unternehmen, wie das Innenministerium mitteilt.

In Anhalt-Bitterfeld werden künftig 22 Regionalbereichsbeamte in zehn sogenannten Betreuungsbereichen tätig sein - im Bereich der Einheitsgemeinde Zerbst sind es Polizeihauptkommissar Klaus-Dieter Hybotter und Polizeihauptmeister Holger Sticherling. "Die Betreuungsbereiche orientieren sich an den Gemeindegrenzen und die Anzahl der Beamten an der Einwohnerzahl", erklärt Doreen Wendland, Pressesprecherin der Polizeidirektion Ost in Dessau. Pro Einheitsgemeinde bis 30 000 Einwohner sind zwei Beamte vorgesehen, pro weitere 10 000 Einwohner wird es einen weiteren Regionalbereichsbeamten geben. Folglich sind in Bitterfeld-Wolfen vier RBB im Einsatz, in den übrigen neun Bereichen jeweils zwei.

"Zwar benötigen die Regionalbereichsbeamte eine logistische Basis, dieser Ort muss aber nicht mehr ständig besetzt sein", erklärt Doreen Wendland. Die Beamten sollen flexibel auf die örtliche Gemeinschaft zugehen. Dazu solle vor allem auch das Angebot von Sprechstunden außerhalb von Polizeiliegenschaften erhöht werden. "Die Vorhaltung einer Polizeistation ist dafür nicht mehr erforderlich." Vielmehr sei es das Ziel, "bürgernahe Sprechstunden möglichst in den Rathäusern zu ermöglichen, um Wege zu verkürzen und die Kommunikation innerhalb der örtlichen Gemeinschaft mit der Polizei zu verbessern".

Die Arbeit der RBB läuft derzeit an. Die Beamten werden sich nun bei den jeweiligen Ansprechpartnern vorstellen. Die Sprechzeiten werden noch bekannt gegeben.

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