Zerbst l Einmal mehr ist das Schloss Opfer von Vandalismus geworden. In einer der vergangenen Nächte haben Unbekannte mit verschieden großen Steinen Fenster und Scheiben zerstört.

"Es sind mehrere Fenster betroffen. Sowohl jene im Erdgeschoss, die wir mit Plexiglas versehen haben, als auch die speziell für uns angefertigten Fenster und Rahmen im Bereich der Eingangshalle", schildert Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst, den entstandenen Schaden. Einige Plexiglasscheiben sind von Steinen durchschlagen worden. Die "corpora delicti" liegen aufgesammelt auf einem Tisch in einem der Räume.

Mit deutlich größeren Steinen haben die Vandalen dann versucht, die Fenster der Eingangshalle zu zerstören. Einige faustgroße Steine weisen noch Farbspuren der Fensterrahmen auf. Mehrere Scheiben sind gesplittert. "Und leider haben sie auch Teile der Rahmen getroffen, so dass diese auch repariert werden müssen", erklärt Herrmann.

Die Reparaturen müssen zeitnah passieren. Denn die doppeltverglasten Fenster drohen sonst zu "erblinden". Durch das gesplitterte Karbonatglas kann nun Feuchtigkeit eindringen. Die Fenster beginnen zu schwitzen und erblinden. "Und das können wir nicht zulassen", so Dirk Herrmann.

Eine Versicherung wird jedoch nicht für den Schaden aufkommen. "Eine Gebäudeversicherung gibt es seitens der Stadt nicht. Und wir als Verein können uns keine leisten", sagt Dirk Herrmann. Dennoch: Eine Anzeige wurde gestellt.

Doch nicht nur die Fenster haben die Täter zerstört, sie haben zusätzlich noch den seit Eröffnung der Katharina- Route im Jahr 2012 vor dem Schloss stehenden Fahnenmast samt Fahne gestohlen. "Das heißt auch, dass sie über den Zaun auf das Schlossgelände eingedrungen sind, denn der Mast stand innerhalb des Zaunes."