Dieser Tage – noch bis zum 30. Januar – steht die Berliner Grüne Woche der Ernährungswirtschaft im Rampenlicht. Für eine Woche präsentieren die Erzeuger und die verarbeitenden Firmen ihre Produkte. So stand der vergangene Montag ganz im Zeichen des Sachsen-Anhalt-Tages, an dem neben den Besuchern auch viele Bürgermeister, Landräte und weitere Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur kamen.

Berlin/Zerbst. Ein dichtes Gedränge und Geschubse kennzeichnete die Tage. In unendlich scheinenden Schlangen schoben sich die Besucher von Stand zu Stand. Oftmals kam die Menschenansammlung ins Stocken, besonders dann, wenn die Aussteller das Interesse der Besucher weckten.

"Kommen Sie näher, probieren Sie unser Angebot, informieren Sie sich über unsere Produkte", mit diesen Worten warben die Aussteller die Gäste zum Verweilen. Erstmalig fand man am Anhalt-Stand auch ein neues Logo, welches sich auch in der zentralen Bühnendekoration neben anderen altbewährten Werbemarken eingearbeitet wiederfand.

"Made in Anhalt" sorgte für Neugier und zog viele an den Stand, um zu erfahren, was sich dahinter verbirgt. "Wir konnten bisher eine große Resonanz verbuchen", bestätigte Initiator Tobias Lehnert, der gemeinsam mit der Präsentatorin Prinzessin Corinna von Anhalt die Werbetrommel rührt.

"Die echte Prinzessin von Anhalt?", vernahmen sie oftmals als erste Frage im Gespräch am Stand. "Ich kenne Anhalt von früher, da verfolgt man die Geschichte und Entwicklung. Obwohl man seit Jahren nicht mehr im Bundesland wohnt, fühlt man sich doch damit verbunden", meinte ein Berliner, den es doch ab und zu noch in die Region, in der er aufgewachsen ist und als Kind viele Jahre verlebt hat, zieht.

"Mich verschlägt es alljährlich in die Sachsen-Anhalt-Halle, wo ich im Gegensatz zu den anderen Hallen besonders viel Zeit verbringe", meint eine ehemalige Bitterfelderin, die sich besonders für die Anhalt-Produkte interessiert. "Ich habe mit dem Verzehr von Käse und Wurst immer auch ein Stück Anhalt im Sinn", meint die Bonnerin, die neben dem Besuch der Berliner Woche auch einige Tage bei Verwandten in Zerbst verbrachte. "Hier nehme ich auch einige Produkte der Direktvermarkter mit nach Hause, die es bei uns nicht zu kaufen gibt. Sie bürgen für Geschmack und Qualität", meinte die junge Frau, die seit Jahren darauf nicht verzichten möchte, gestand sie.

"Es freut uns, wenn Anhalt noch mehr vermarktet und der Öffentlichkeit noch intensiver vorgestellt wird. Vielleicht kommen wir demnächst mal in Ihre Gegend", meint Familie Meier, die zwar schon in den neuen Bundesländern zu Gast war, aber bisher noch nicht viel von der Region wusste. Um das kurze Gespräch am Stand zu intensivieren und um die erhaltenen Informationen zu vertiefen, gab es beim Abschied noch ein Verkostungshäppchen und als Lektüre-Nahrung einige Flyer mit auf den Weg.

Dabei kam es nicht selten vor, dass Besucher nicht nur Fragen hatten, sondern auch selbst dem Aussteller Tipps und Hinweise zur Vermarktung gaben. "Wir haben alles aufgenommen und werden aussieben, was wirklich eine Hilfe ist und was machbar umgesetzt werden kann, um noch intensiver für die Region Anhalt mit all ihren Angeboten zu werben", wertet Tobias Lehnert aus. So schätzt er diesen ersten Auftritt als äußerst gelungen ein und wird an der Vermarktung weiterarbeiten.

Ebenfalls Besucher des "Made in Anhalt"-Standes waren die Freikarten-Gewinner Ingrid und Winfried Grubel aus Zerbst. "Wir können denen, die noch hierher fahren wollen nur raten, die Sachsen-Anhalt-Halle 23b zu besuchen", erzählt Winfried Grubel. "Es ist faszinierend, was in unserer Region für gute Produkte hergestellt werden", zeigte sich auch seine Frau Ingrid beeindruckt.