Zu Zeugnisausgabe und Abschlussball trafen am Freitagabend die Schulabgänger der Zerbster Ganztagssekundarschule Ciervisti in der Stadthalle ein. Das Festprogramm haben erstmals die Schüler selbst gestaltet.

Zerbst l Geschafft! So manch befreites Lachen war am Freitag in der Stadthalle zu hören. Der Schulabschluss hatte es in diesem Jahr ganz besonders in sich, hatten die Schüler erstmals ausschließlich selbst für das Festprogramm gesorgt. Dabei wurden sie von Musik- und Klassenleiterin Gaby Kuhlmey und Ganztagsschulkoordinatorin Andrea Schulze ganz wesentlich unterstützt, wie Schulleiter Franz Köppe dankend anmerkte.

Natürlich hielt er die Festrede. Überbrachte zu Beginn die "schlechte" Nachricht: "Eure Schulzeit ist vorbei!" Und sogleich die "gute": "Das Lernen geht weiter!" Köppe appellierte leidenschaftlich, das erhaltene Rüstzeug gut zu nutzen, sich einen Platz im Leben zu suchen, ihn auszufüllen.

Köppe kam auf Geschichte und die Rolle jedes Einzelnen darin zu sprechen. Selbst wenn den Schülern währenddessen ganz andere Gedanken im Kopf herumgingen - der Abschlussjahrgang hat sozusagen automatisch Geschichte geschrieben - zumindest in der Ciervisti-Schulchronik. Doch auch mit bewussten Aktivitäten haben sich die Schüler dieses Jahrganges ins lokale Geschichtsbuch eingeschrieben. Mit vier sportlichen Bestmarken, markiert von Rik de Vries, Maximilian Knape und Mareike Lipke beispielsweise.

Insgesamt 34 Schüler erreichten den erweiterten Realschulabschluss, 53 den Realschulabschluss. Und drei Schüler freuten sich nicht minder über ihr Zeugnis für den Hauptschulabschluss. Beste Schüler sind mit einem Notendurchschnitt von jeweils 1,3 Jennifer Niekamp und Laura Kühn geworden. Ihnen wie auch Jasmin Röschke, die einen Durchschnitt von 1,5 schaffte, galt der herzliche Glückwunsch von Viola Wernecke. Die Vorsitzende des Schul-Fördervereins dankte zudem Josanne van Ginkel und Mathias Becker, die viele Jahre als Mediatoren - Streitschlichter - für Entspannung sorgten, wenn unter Schülern Konflikte bestanden. Zudem zeichnete sie Martin Zimmermann für sein Engagement aus, das immer bei der technischen Ausstattung von SchulHöhepunkten sehr gefragt war. Allen Schülern gab sie gute Ratschläge mit - zeitgemäß in ein "Fußball-ABC" verpackt, das von A wie Abseits (das niemand verdient hat) über N wie Nachspielzeit (die zweite Chance, es besser zu machen) bis Z wie Zuhause (dort, wo es nach Schokopudding riecht) reichte.

Geehrt wurden auch die Sieger des erstmals in diesem Schuljahr veranstalteten Kunstwettbewerbs. Die Klassen hatten verschiedenartigste Arbeiten gefertigt, die im Juni in der Kreissparkasse ausgestellt wurden. Alle Gäste und die Schüler selbst konnten die ihnen persönlich gelungensten Arbeiten benennen. Letztlich gewann Vivian Sarah Swierczek vor Julia Köppen und Mareike Lipke.

Jürgen Spitzer wandte sich als Vertreter des Zerbster Rotary-Clubs an die Schüler. Er bekräftigte, das gemeinsame Projekt "Schülerpatenschaften" fortsetzen zu wollen und dankte den bislang daran beteiligten Schülern. Sie waren in die Rolle des Lehrers geschlüpft, um ihren jüngeren "Patenkindern" zu helfen.

Die Schüler selbst präsentierten ein sehr gelungenes musikalisches Programm. Jeder der sechs Programmteile war ein Erlebnis, auch der abschließende von allen gesungene Titel "Das kann und keiner nehmen" konnte sich hören lassen. Zuvor hatten Annika Bodendorf, Antonia Thiele, Melinda Rozing und Anna-Lena Eichel stellvertretend für alle den Eltern und Lehrern herzlich gedankt.

   

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