Das IKW

Das "Institut für Kultur und Weiterbildung" (IKW)wurde im November 2011 vom Landkreis gebildet. Zuvor waren die Kreisvolkshochschulen der Altkreise Bitterfeld, Köthen und Anhalt-Zerbst zu einer Kreisvolkshochschule mit drei Standorten fusioniert worden. Diese wie auch die drei bis dahin eigenständigen Kreismusikschulen sowie die "Galerie am Ratswall" in Bitterfeld, ein Ausstellungs- und Veranstaltungsobjekt des Landkreises, wurden dem Eigenbetrieb IKW als gemeinsamer organisatorischen Einheit unterstellt. Die Musikschulen bleiben inhaltlich eigenständig.

Das IKW beschäftigt rund 50 Mitarbeiter. Dazu zählen neben der Leitung und Verwaltungsmitarbeitern vor allem die festangestellten Lehrer. Hinzu kommt eine Fülle von Dozenten und Honorarkräften. Der Landkreis trägt alle über die Förderung durch Dritte hinausgehenden Kosten.

Die Musikschulen des IKW unterrichteten im Schuljahr 2012/13 2147 Schüler. Damit waren insgesamt 92 Lehrer befasst (64 auf Honorarbasis). Die Musikschulen gestalteten rund 250 Veranstaltungen mit. Dabei waren rund 3000 Schüler im Einsatz, die Veranstaltungen hatten rund 15 000 Besucher.

Die Galerie am Ratswall hatte 2013 insgesamt 4524 Besucher bei 38 Veranstaltungen und während der Ausstellungen.

Die Kreisvolkshochschule hatte an ihren drei Standorten im Jahr 2013 über 7000 Teilnehmer in den Kurs- und Veranstaltungsangeboten.

Die Musikschulen in Köthen und Zerbst sind baulich auf gutem Stand. Das Gebäude in Bitterfeld ist noch nicht barrierefrei, die Sanitäreinrichtungen müssten erneuert werden.

Zerbst l Frohe Botschaft für das Institut für Kultur und Weiterbildung: Trotz allgegenwärtiger Spar- und Kürzungsbemühungen bleibt dem kreiseigenen Institut der bisherige finanzielle Rahmen auch künftig erhalten. "Der Landkreis steht hinter den Einrichtungen, die unter dem Dach des IKW versammelt sind", betonten am Sonntagnachmittag erst Landrat Uwe Schulze (CDU), unmittelbar darauf auch der alte und neue SPD-Kreistagsfraktionsvorsitzende und Zerbster Bürgermeister Andreas Dittmann.

Den gesetzten Worten folgten viel Musik, Ausstellung und Information. Die "IKW Kultur open" wurden erstmals 2012 in Bitterfeld veranstaltet. Da war das IKW gerade ein Jahr alt. Das Institut vereint die fusionierten einstigen Kreisvolkshochschulen Bitterfeld, Köthen und Zerbst, es ist organisatorisches und dienstrechtliches Dach für die drei inhaltlich unabhängigen Musikschulen in den genannten Orten und die Galerie am Ratswall in Bitterfeld. "Wir wachsen gut zusammen", betonte Dr. Katja Münchow, die das "Kultur open" federführend organisierte. Ein Beleg dafür war das Fest am Sonntag, an dem vor und hinter den Kulissen rund 180 Mitarbeiter, Freunde, Förderer und viele Schüler beteiligt waren. Ein weiterer Beleg ist das neue IKW-Logo, dessen ovaler Rahmen je nach Anlass auch die individuellen Logos beispielsweise der Musikschulen aufnehmen kann und soll. Ein dritter war unüberhörbar das eigens für das Kultur open gebildete "Festival-Orchester". An den drei Standorten wurden die jeweiligen Stücke einstudiert, am Sonntagvormittag erstmals eine gemeinsame Probe - und "alles klappte hervorragend", wie Musiklehrer und Moderator Gero Schmidt feststellte. Unter Leitung von Musiklehrerin Susanne Osta-pyshin brachte das 32-köpfige Orchester äußerst gekonnt beispielsweise Stücke aus dem "Zauberer von Oz" zu Gehör.

Mit zwei Bands und eben fünf Orchester-Musikern beteiligte sich die Bitterfelder Musikschule "Gottfried Kirchhoff" am Fest. "Wir freuen uns, hier in Zerbst dabeizusein. Das ist etwas ganz Besonderes", sagte Musikschulleiterin Dr. Cornelia Toaspern. Die Köthener Musikschule "Johann Sebastian Bach" war mit 25 Musikschülern und -lehrern angereist, wie deren Leiter Andreas Hardelt informierte. Alle hatten seit langem geübt, "verstärkt aber in den letzten 14 Tagen". Was nicht ganz leicht war, denn "die Schüler haben aktuell eine Fülle von Auftritten. Vor zwei Wochen waren sie erst zu den Landesmusikschultagen in Salzwedel." Die Schüler waren im Übrigen begeistert von den Gegebenheiten in der Zerbster Musikschule "Johann Friedrich Fasch". "Die Veranstaltung ist prima organisiert. Hier hat man alles günstig bei der Hand, die Räume sind prima, und erst das Außengelände!", verwies Hardelt auf den Trubel vor dem Gebäude, der ab 15 Uhr so richtig einsetzte, als die Musik unter freiem Himmel spielte.

Neben dem Musikprogramm fanden die zahlreichen Gäste ein üppiges Informationsangebot zu den Kreisvolkshochschul-Angeboten wie auch zu Ausstellungen und Veranstaltungen in der "Galerie am Ratswall". Und wie stets bei solchen Anlässen sorgte auch am Sonntagnachmittag der Förderverein der Zerbster Musikschule für Kaffee, Kuchen oder Herzhafterem.

Nach 2012 in Bitterfeld und aktuell in Zerbst werden die 3. "IKW Kultur open" 2016 in Köthen stattfinden.

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