Zerbst (tdr) l Erneut brannte in Zerbst eine Hecke. Wie der Zerbster Ortswehrleiter und die Polizei gleichlautend mitteilten, war der Brand am Dienstagnachmittag in der Paul-Kmiec-Straße ausgebrochen. Es stellte sich heraus, dass ein Anwohner mit einem Gasbrenner Unkraut auf einem Weg nahe der Hecke beseitigt hatte. Dabei setzten die Flammen eine Hecke auf einer Länge von sieben Metern in Brand. Durch beherztes Eingreifen des Betroffenen und weiterer Personen waren die Flammen bereits größtenteils gelöscht, als die Feuerwehr mit 17 Kameraden und drei Fahrzeugen vor Ort eintraf. Die Hecke war vollkommen zerstört und wurde gestern beseitigt.

Bereits am 25. April hatte in Zerbst eine Hecke gebrannt. Damals, so der Zerbster Ortswehrleiter Steffen Schneider, wurde ein auch für Kinder zulässiger Feuerwerkskörper als Auslöser ausfindig gemacht. Der rotierende Knallkörper hatte sich unter die Hecke bewegt, die sofort Feuer fing. "Insbesondere immergrüne Hecken sind in der Regel im Inneren kahl, dafür mit abgestorbenem Laub befrachtet. Dieses Material ist unglaublich leicht entzündlich und sehr ölhaltig. Als Feuerwehr appellieren wir dringend, größte Vorsicht beim Umgang mit offenem Feuer oder funkengebenden Materialien walten zu lassen. Brandauslöser können selbstredend auch weggeworfene Zigarettenkippen oder auch nur eine ungünstig auf dem Boden liegende Glasscherbe sein."

Zu einem weiteren Brand kam es gestern gegen 6.45 Uhr im Wald zwischen Steckby und Steutz. Die alarmierten Kameraden aus Steckby, Steutz und Bias löschten eine Grünfläche von rund zehn Quadratmetern ab. Innerhalb des Brandherdes wurde ummanteltes Kupferkabel aufgefunden. Daraus ist möglicherweise abzuleiten, dass hier gestohlene Kabel von ihrer Isolierung befreit werden sollten, um das blanke Metall anschließend als Buntmetallschrott zu veräußern.