Bei der jüngsten Beratung der Wasserwehr konnten einige Kameraden mit den Fluthelfernadeln ausgezeichnet werden.

Walternienburg (pwi) l In der Gaststätte "Zum Fährmann" in Ronney, da, wo vor einem Jahr die Situation nach dem Hochwasser schier aussichtslos erschien, gab es in der vergangenen Woche die Auszeichnungen für die Kameraden der Wasserwehr, die beim Hochwasser 2013 im Einsatz waren. Die Fluthelfernadeln konnten vom Walternienburger Ortsbürgermeister Heinz Reifarth und dem Leiter der Wasserwehr, Hans Wink, überreicht werden an Karsta Bringezu, Heiko Block, Thomas Mücke, Detlef Hartmann, Werner Lippert und Hans Wink. Andere Kameraden der Wasserwehr, die auch Mitglieder von Ortswehren sind, haben ihre Auszeichnungen bereits erhalten oder bekommen diese noch. Auch die an dem Abend abwesenden Peter Strauß, Peter Kruse, Gerald Steinz und Horst Metzker werden noch geehrt.

Zur Beratung der Wasserwehr nutzte Hans Wink die Gelegenheit, auf den Stand der Ersatzbeschaffungen nach dem vergangenen Katastrophenjahr einzugehen. "In gemeinsamer guter Zusammenarbeit mit dem Verantwortlichen der Stadtverwaltung, Thomas Sanftenberg, konnte die Ersatzbeschaffung abgeschlossen werden", so Wink. Ausrüstung der Wasserwehr, die sich noch in den Räumlichkeiten der Ortsfeuerwehr Walternienburg befindet, wird demnächst umgelagert. Eine entsprechende Verschlusssicherheit müsse vorhanden sein. Im dritten Quartal des Jahres soll eine Bestellung von Sandsäcken und händelbaren kleineren Formaten erfolgen. Geplante Rekonstruktionsmaßnahmen in der Feuerwehr Walternienburg als Führungspunkt befinden sich allerdings noch in der Planung. Eine Teilrealisierung was den Funk betrifft, erfolgte bereits.

Kritik übte Hans Wink dahingehend, dass in den vergangenen zwei Jahren Lehrgänge und Weiterbildungen fehlten. "Lehrgangsbesuche und Weiterbildungen sind für uns sehr wichtig", erklärte er. Dabei hat es da schon gelungene Veranstaltungen gegeben, blickte Wink auf Lehrgänge 2011 am Pretziener Wehr zurück. Auf Drängen der Landkreise sollen demnächst wieder Lehrgänge auf Landesebene stattfinden, stellte er in Aussicht.

Unterstützung hat der Wasserwehrleiter zugesagt, wenn es bei den Feuerwehren in ihrer Ausbildung um Wasser-Verbau und Schutzmaßnahmen geht. Das Zusammenwirken aller Kräfte - Feuerwehr, Wasserwehr und DLRG-Rettungsdienst - habe sich beim Hochwasser 2013 bewährt, sei aber weiter ausbaufähig.

Dichtungs- und Verbausysteme befinden sich derzeit bei der Stadtverwaltung auf dem Prüfstand, berichtete Wink weiter. Nicht die Anschaffungskosten stünden im Vordergrund, sondern Transport, Handling, mobile Einsatzmöglichkeiten, Wartung und Lagerung. Auch Verbausysteme für Maueröffnungen, wie Türen und Fenster werden diskutiert und sollen in den gefährdeten Hochwasserbereichen den Privateigentümern zum eigenen Schutz vorgeschlagen werden.

Last but not least kündigte Wink die Beschaffung der persönlichen Schutzbekleidung für die Kameraden der Wasserwehr im dritten und vierten Quartal diesen Jahres an.