Die CDU will sich für die Bewilligung einer Sicherungsmaßnahme im Zerbster Schloss einsetzen. Ein Förderantrag ist zuvor durch das Kultusministerium abgelehnt worden.

Zerbst l "Seit 2005 haben wir eine durchgängige Förderung erhalten und es wäre schön, wenn dies so bliebe." Dirk Herrmann, der Vorsitzende des Fördervereins Schloss Zerbst, sagt dies zu André Schröder, dem CDU-Landtagsfraktionsvorsitzenden, während er ihn durchs Schloss führt.

Auf Einladung des Landtagsabgeordneten Dietmar Krause, absolvierte Schröder am Dienstag eine kleine Rundreise durch die Region. Dirk Herrmann nutzt die Gelegenheit, um mit André Schröder über einen abgelehnten Fördermittelbescheid zu reden. Ein Fördermittelantrag für eine Sicherungsmaßnahme im unteren Bereich des Corps de logis - wo später die Gruft liegen soll - ist durch das Kultusministerium abgelehnt worden.

"Ich will versuchen, zu helfen, diese Förderlücke zu schließen", sagt André Schröder im Gespräch mit der Volksstimme. Es lohne sich, nachzufassen. "Der Verein sagt, es handelt sich um eine Sicherungsmaßnahme, folglich sollte sie förderfähig sein. Dies gilt es nun zu lösen", so Schröder. Auf der Arbeitsebene will er nun vermitteln und einen Gesprächstermin mit allen Beteiligten arrangieren.

Dass sich dieses Engagement durchaus lohnt, demonstriert Dirk Herrmann in einer Führung durchs Schloss. Einige Ausstellungsräume zeigt er den Besuchern, macht auch deutlich, in welchem baulichen Zustand sich der Ostflügel befand, als der Förderverein 2003 seine Arbeit aufnahm.

"Einen Versuch ist es allemal wert."

Dirk Herrmann, Vorsitzender des Fördervereins Schloss Zerbst

Vor allem imponiert André Schröder der Bereich des Corps de logis, wo einst die Räume der späteren Zarin Katharina II. lagen. Hier ist noch immer der freie Blick in den Himmel möglich. Die Sicherungsarbeiten stehen ganz am Anfang.

Auch wenn die Erfolgsaussichten für diesen Fördermittelantrag offen bleiben: "Einen Versuch ist es wert", so Dirk Herrmann.

Mit der Sanierung der B 184 innerhalb der Stadt Zerbst ging André Schröder auf ein weiteres wichtiges Bauvorhaben ein. Auf einer Länge von 352 Metern soll als nächster Teilabschnitt der Bereich Kreuzung Roßlauer Straße/Dessauer Straße ausgebaut werden. "Da für die Auftragsverwaltung der Bund zuständig ist, ist der Baufortgang an die Verabschiedung des Bundeshaushaltes geknüpft", sagt Schröder. Dies ist für den frühen Herbst zu erwarten. Die Landesstraßenbaubehörde favorisiere die Lösung, die letzten beiden Teilabschnitte des Ausbaus - den Kreuzungsbereich sowie anschließend den Ausbau bis zur Kirschallee - am Stück 2015 zu realisieren.