Die Deetzer Feuerwehrkids absolvierten am Sonnabendvormittag eine aufregende Hydrantenrallye. Aufgeweckt begaben sich die Nachwuchsbrandschützer im Dorf auf die Suche nach den markierten Wasserentnahmestellen. Zum krönenden Abschluss durften sie an einem Unterflurhydranten ein Standrohr setzen, einen Schlauch ankuppeln und sich im "Löschen" üben.

Deetz. Gespannt erwarteten die Deetzer Feuerwehrkids den Start der Hydrantenrallye. Zuvor allerdings erläuterte ihnen Ortswehrleiter Heiko Bergfeld, wie sie die unterirdischen Wasserentnahmestellen finden. "Die Schilder sind weiß und haben einen roten Rand", hielt er ein beispielhaftes Exemplar in der Hand. Er erläuterte ihnen, dass die Zahl neben dem abgedruckten H für Hydrant den Durchmesser des Rohres angibt und die zwei anderen Werte verraten, wo der Hydrant zu finden ist.

Spaßfaktor Spritzen

Dann endlich ging es los. Voller Elan begaben sich die Mädchen und Jungen auf die Suche nach den verborgenen Löschwasserquellen. "Ich seh‘ schon ein Schild. Da hinten!", rief Jonas. Gemeinsam mit den anderen stürmte er auf den Unterflur-hydranten zu, der rasch im Gehweg ausgemacht war. Nun hieß es, den Fund bei der Einsatzstelle zu melden. Um Kontakt mit Heiko Bergfeld aufzunehmen, griff Jonas begeistert zum Funkgerät. Wie er das Gerät bedienen und was er sagen muss, erklärte ihm das Straguther Wehrmitglied Thomas Erxleben. Er vertrat an diesem Tag seinen Kameraden Gerald Bartsch, der sonst das Betreuerteam der Deetzer Kinderfeuerwehr verstärkt. Das setzt sich darüber hinaus aus Kinderwartin Christina Sandmann sowie Manuela Kuhle und Sandy Wilzek zusammen.

Die Frauen begleiteten den Nachwuchstrupp ebenfalls auf seiner Entdeckungstour quer durch Deetz. An verschiedenen Ecken im Dorf stießen die Mädchen und Jungen auf einen Hydranten. Sie legten auch einen kurzen Stopp am Löschteich ein, obwohl sie diesen in ihrem Eifer beinahe übersehen hätten. Was ihnen sofort ins Auge fiel, waren die beiden Löschfahrzeuge, die plötzlich am Ortsrand standen. Und wenige Meter von ihnen entfernt, gab es dort im Kurzen Ende noch einen Hydranten und dieser sollte nun richtig ausprobiert werden. Mit Hilfe von Thomas Erxleben hoben die Jungen die schwere Abdeckung ab und linsten neugierig hinein. Dann setzten sie mit vereinten Kräften ein Standrohr, an das sie einen Schlauch kuppelten, um nur Augenblicke später mit leuchtenden Augen die nahestehende Ruine zu "löschen". "Das Spritzen hat am meisten Spaß gemacht", waren sich die Deetzer Feuerwehrkids einig.

Bald Faschingsparty

Mit der Rückfahrt im Löschfahrzeug endete die Hydrantenrallye, bei die Mini-Brandschützer einiges lernten. Denn genau das ist das Ziel. Spielerisch soll der Nachwuchs bei der Kinderfeuerwehr an den Brandschutz, die Löschtechnik und die Aufgaben der Kameraden herangeführt werden. In Deetz geschieht das alle zwei Wochen. Immer sonnabends – in der Regel von 10 bis 11 Uhr – treffen sich die Feuerwehrkids im Gerätehaus. Momentan sind es neun Mädchen und Jungen, die der erst im Oktober gegründeten Kinderfeuerwehr angehören. Sie kommen nicht nur aus Deetz, sondern ebenfalls aus Straguth und Pulspforde. Und sie würden sich jederzeit über weitere Mitstreiter freuen. Wer Lust hat und zwischen fünf und zehn Jahre alt ist, ist eingeladen vorbeizuschauen. Das nächste Mal, am 26. Februar, steht übrigens eine Faschingsparty auf dem Dienstplan. Für die vergnügliche Feier wird der Beginn auf 14 Uhr verlegt.