Burg/Genthin/Zerbst. Heute Abend um 18 Uhr endet die Frist, bis zu der alle Kandidatenvorschläge von Parteien und Einzelbewerbern für die Landtagswahl am 20. März bei den Kreiswahlleitern Wolfgang Berkling (Wahlkreise 5 und 6) im JL-Landratsamt in Burg und für 23 bei Bernhard Böddeker im ABI-Landratsamt in Köthen vorliegen müssen. Am 3. Februar (in Köthen) und am 4. Februar (in Burg) werden die Kreiswahlausschüsse über die Zulassung der Bewerber entscheiden. Wenige Stunden vor Abschluss der Meldefrist stellt sich die Lage in den einzelnen Wahlkreisen wie folgt dar:

Wahlkreis 5 (Genthin, Jerichow, Elbe-Parey, Tangermünde, Tangerhütte): Es gibt derzeit sechs Wahlvorschläge. Nominiert sind Detlef Radke (CDU), der 2006 das Direktmandat geholt hat. Dazu kommen Harry Czeke (Linke), ebenfalls Landtagsabgeordneter, sowie Rosemarie Dizner (SPD) und Werner Krömer (FDP). Für Bündnis 90/Grüne geht Nils Rosenthal ins Rennen, für die Freien Wähler Rolf Wegener.

Wahlkreis 6 (Burg, Biederitz, Möser, Möckern – gegenüber 2006 erweitert um die Region Loburg): Auch hier gibt es derzeit sechs Wahlvorschläge. Markus Kurze (CDU) will das Direktmandat verteidigen. Edeltraud Rogee (Linke) und Matthias Graner (SPD) wollen ebenfalls wieder in den Landtag einziehen. Die FDP schickt Allard Bernd von Arnim ins Rennen. Bündnis 90/Grüne haben Ramona Schmied Hoboy aus Ladeburg nominiert. Die Freien Wähler setzen auf Karl Heinz Eduard Latz.

Wahlkreis 23 (Zerbst, Gommern, Aken, Osternienburg): Hier treten an: Dietmar Krause (CDU - für Erich Reichert, der nicht mehr kandidiert), Gerald Grünert (Linke) und Ronald Doege (SPD-Landtagsmitglied). Die FDP nominierte Ingo Sinast. Bündnis 90/Grüne setzen auf Claus-Jürgen Dietrich. Für die Freien Wähler tritt deren Landesvorsitzender Mario Rudolf aus Bornum an.

Für die Wahlkreise 5 und 6 rechnet Kreiswahlleiter Wolfgang Berkling mit zusammen 130 Wahlbezirken (Genthin: 65, Burg: 59, Briefwahllokale 6). Insgesamt gibt es hier aktuell 82 783 vorläufig Wahlberechtigte ab 18 Jahren. Die Wählerverzeichnisse werden erst am 18. März nach der Schließung der Meldebehörden in den Einheitsgemeinden geschlossen. Erst dann steht endgültig fest, wie viele Wahlberechtigte es gibt.

Berkling rechnet damit, dass der Anteil an Briefwählern weiter steigt. Er könnte durchaus bei 20 Prozent liegen, lautet seine vorsichtige Schätzung. Briefwahlunterlagen werden ab dem 13. Februar in den Einheitsgemeinden verfügbar sein.