Massive Regenfälle brachten in Teilen der Stadt Zerbst am Montagnachmittag das Leben zum Stillstand. Überflutete Straßenzüge und mit Wasser vollgelaufene Keller waren die Einsatzstellen.

Zerbst l Kurz nach 16 Uhr erreichte eine dunkle Wolkenwand die Stadt Zerbst. Binnen weniger Minuten prasselten Sturzbäche auf die Erde nieder. 52 Milliliter pro Quadratmeter zeigte die Anzeige des Kleingärtners Kurt Bergt gestern Morgen in seinem Garten nahe dem Krankenhaus. Massen, die die Kanalisation nicht fassen konnte.

"Wir haben insgesamt für die Ortswehr Zerbst und die Kernstadt sieben Einsatzstellen abgedeckt", berichtet Ortswehrleiter Steffen Schneider. 22 Kameraden waren mit vier Fahrzeugen ab 16.30 Uhr im Einsatz. Die Friedrich-Naumann-Straße stand auf Höhe des Pflegeheimes ebenso völlig unter Wasser, wie ein Teil der Dessauer Straße, der Lusoer Straße und auch der Weinberg.

"Es war vor allem unsere Pumptechnik gefragt", fügt Stadtwehrleiter Jürgen Dornblut hinzu. Bei der Kita Heide drückten die Wassermassen vom Hof durch die Kellerfenster in die Kellerräume. Auch in der Jeverschen Straße sowie vielen anderen Straßen wurden vollgelaufene Keller gemeldet. "Allerdings kann unsere Großtechnik nicht helfen, wenn fünf Zentimeter Wasser im Keller stehen", merkt Jürgen Dornblut an. Doch die Bürger hätten sehr verständnisvoll darauf reagiert, wenn die Feuerwehr keine Hilfe leisten konnte. "Die Bürger haben das eingesehen. Auch hatten sie Verständnis dafür, dass es Vorrang hatte, die Straßen freizupumpen beziehungsweise potenzielle Gefahrenstellen zu sichern, Gullydeckel zu öffnen und Laub zu entfernen, damit das Wasser wieder abfließen konnte."

Auch Bürgermeister Andreas Dittmann konnte beobachten, dass zahlreiche Bürger zur Selbsthilfe griffen und eigene Pumpen nutzten.

So fällt die Schadensbilanz letztlich glimpflich aus. "Uns ist keine Straßenunterspülung bekannt, auch keine anderen Gefährdungen im öffentlichen Raum", so Dittmann. Lediglich im Schlossgarten habe es Ausspülungen auf dem Katharinenweg gegeben. Diese sind durch Bauhofmitarbeiter bereits mit Splitt aufgefüllt worden. Fahrgeschäfte sind durch das Unwetter nicht beschädigt worden.

   

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