Das Festzelt auf dem Heimat- und Schützenfest lag gestern Vormittag fest in Kinderhand. Der traditionelle Kindertag machte es möglich - den nutzten viele Eltern und Großeltern, aber auch Horte.

Zerbst l "Weg da, jetzt komme ich." Mit schnellen Schritten läuft Julian auf die Hüpfburg zu und lässt sich hineinfallen. Er war eines von zahlreichen Kindern, die sich gestern beim Kindertag in und am Festzelt köstlich amüsierten.

Festzelt-Betreiber Tom Hebäcker hatte wieder allerlei Unterhaltung aufgefahren, damit sich die Mädchen und Jungen nicht langweilten. Ein Puppentheater spielte ein Stück im Festzelt. Im Vorzelt konnte gemalt und gebastelt werden. Nur einen Tisch weiter konnten sich die Kinder ihre Gesichter fantasievoll bemalen lassen. Nicht wenige reihten sich in die Schlange ein und warteten geduldig, dass auch ihre Gesichter geschminkt wurden.

Sportlich ging es dagegen in der Hüpfburg zu. Unter anderem tobten sich dort 21 Kinder aus dem Lindauer Hort aus. Zusammen mit ihrer Erzieherin besuchten sie den Kindertag auf dem Heimatfest zum ersten Mal. Schon die Busfahrt war aufregend, aber von der Hüpfburg waren die Erst- bis Viertklässler kaum wieder wegzubekommen.

Und auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Zerbst hatten immer gut zu tun. Schon seit Jahren nutzen sie den Kindertag, um sich zu präsentieren und eine Feuerwehr zum Anfassen zu sein. Wer wollte, konnte einen Blick ins Fahrerhaus werfen, die Technik anfassen, die Kameraden mit Fragen löchern. Oder: Zur Kübelspritze greifen und schauen, wie zielgenau man das Wasser spritzen lassen kann. Wem dies nicht ganz so leicht fiel, erhielt Unterstützung von einem Mitglied der Kinder- oder Jugendfeuerwehr. "Insgesamt sind wir mit acht Kameraden vor Ort", sagt Stadtjugendwart Tobias Wolf.

Die Feuerwehr Zerbst war es auch, die das Spaghetti- essen zur Mittagszeit spendierte. Die Fassbrause stellten die Stadt sowie Tom Hebäcker zur Verfügung. "Neben der Stadt unterstützen uns auch die Stadtwerke beim Kindertag sowie diejenigen, die Werbung im Festzelt aufhängen lassen. Einen Teil des Betrages rechne ich für den Kindertag mit ein", erzählt Tom Hebäcker.

Dank gutem Wetter war der Kindertag gestern sehr gut besucht. Beispielsweise waren auch die Hortkinder der Zerbster Strolche da. Aber eben auch viele Eltern und Großeltern. Wie zum Beispiel Magda und Heinz Müller aus Zerbst. Sie waren mit ihrem Enkel Justin vor Ort. Die Senioren besuchen gerade die Familie und da kam der Ausflug mit dem Enkel aufs Heimatfest sehr gelegen. "Es ist schön hier und viel los", meint Magda Müller. Der achtjährige Justin sei kaum zu halten. "Darum setzen wir uns gemütlich in den Schatten und der Junge kann rumtoben."

 

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