Auch das längste Heimatfest Sachsen-Anhalts geht einmal zu Ende, so auch das Heimat- und Schützenfest in Zerbst. Nervenkitzel und viel Spaß sind das, was die Zerbster mitnehmen.

Zerbst l "Nein, sind leider alle verkauft. Die letzten gingen heute Mittag weg", sagt die junge Aufpasserin in der Gewinnausstellung am Sonnabendnachmittag. Gemeint waren natürlich die Lose für die Pferdemarktlotterie. Alle 33333 Lose sind "an den Mann gebracht worden". "Der Losverkauf ging dieses Jahr sehr zügig, das hat uns natürlich gefreut, und noch mehr, dass wirklich alle verkauft wurden", sagt Monika Redling, Geschäftsführerin vom Verkehrsverein und Organisatorin der Pferdemarktlotterie. Heute gibt es dann die Auslosung, mit jeder Menge Nervenkitzel für den ein oder anderen Losbesitzer.

Nervenkitzel ist auch das Stichwort, als es um das Schießen um den Pokal der Stadt Zerbst ging. "Fünf Personen gingen ins Stechen. Das war eine enorme Leistung", sagt Christian Keck, Vorsitzender der Schützengilde Zerbst. Nach dem ersten Stechen standen dann Platz drei bis fünf fest. In der zweiten Runde schossen beide Schützen unentschieden, und erst in der dritten Runde, in der jeder Schütze nur einen Schuss hatte, konnte Walter Grabow den Sieg vor Klaus-Dieter Mucke für sich verbuchen. "Aber auch das war richtig knapp, denn beide trafen den 9. Ring, aber Walter war minimal näher an der 10", so Keck. So ein spannendes Stechen hatten die Schützen lange nicht mehr. "Da hat es richtig in der Luft geknistert", ergänzt Volker Pierek. Insgesamt ziehen die Schützen ein positives Resümee: "Die Tage waren toll, auch wenn wir uns weniger Hitze und Regen gewünscht hätten."

Viele andere suchten den Nervenkitzel in den Fahrgeschäften des Heimatfestes. "Ich war gerade mit den Kindern im Breakdancer - die Knie sind noch etwas weich, aber noch kann ich mithalten", grinst Familienvater Steffen Schmidt.

   

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