In das "Gut Loburg II" zieht langsam wieder Leben ein. Bei einem Tag der offenen Tür konnten sich am Sonnabend die Loburger und Gäste vom aktuellen Sanierungsstand ein Bild machen.

Loburg l Über mangelndes Interesse konnte sich der Berliner Investor Karl Tempel nicht beklagen. Pünktlich um 10 Uhr strömten die ersten interessierten Besucher in Scharen in das ehemalige Gutshaus derer von Wulffen. Bis hoch zum Dachgeschoss war auch allerhand zu sehen. Im Oktober sollen die Mietwohnungen beziehbar sein. "Das schaffen wir", ist sich Karl Tempel sicher. Wer wollte, konnte sich auch gleich beraten lassen.

Bei der Besichtigung kam auch mehrmals die Frage nach Balkons auf der straßenabgewandeten Seite auf. Der Wunsch ist aber aussichtslos. Karl Tempel: "Da gibt es keine Möglichkeit. Der Denkmalschutz geht in diesem Punkt nicht mit." Als "Ausgleich" plant der Berliner, im weiträumigen Hofgelände andere Möglichkeiten zu schaffen.

Das "Gut Loburg II" befand sich bis 1945 im Besitz der Adelsfamilie von Wulffen. Anschließend war darin die Berufsschule untergebracht, ehe ab 1958 die Nutzung als Wohnraum begann. 2008 waren die vorläufig letzten Mieter ausgezogen. Im ehemaligen Herrenhaus entstehen nun sieben, im benachbarten Nebenhaus vier Wohnungen. "Zunächst aber wollen wir das ehemalige Herrenhaus fertig sanieren. Danach ist das Nebenhaus dran", so Karl Tempel.

1999 hatte der Berliner das Objekt von der Treuhand erworben. Zu dem Zeitpunkt befand es sich in einem desolaten Zustand. Zehn Jahre dauerte es, bis der Investor einen Kredit erhielt. Auf Förderungen durch Bund, Land oder Stadt konnte er nicht bauen.

Der ursprüngliche Grundriss des ehemaligen Herrenhaus war nicht beizuhalten. Der Trockenbau musste Einzug halten. Die Wohnfläche insgesamt, einschließlich des Nebengebäude, umfasst eine Fläche von 800 Quadratmetern. Der Berliner wünscht sich nun Mieter mit vielen Kindern.

Parallel zum Tag der offenen Tür hatte auch die gegenüberliegende Loburger Burg ihre Türen geöffnet. So konnten sich die Besucher die Ausstellung ansehen und den Burgturm erklimmen. Am Nachmittag bewirteten die Landfrauen in ihrer Tracht die Gäste an den Kaffeetischen.

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