Die Ferienkinder der evangelischen Bartholomäischule in Zerbst versuchen sich in dieser Woche als "Fliegende Reporter". Gestern übten sie sich unter Anleitung von Peter Bürkner im Fotografieren.

Zerbst l "Herr Bressel, bitte lächeln!", ruft Julian und drückt ab. "Fotografieren macht Spaß", findet Lucie. "Man kann Momente für immer festhalten", begründet die Siebenjährige. Auch die anderen Mädchen und Jungen zücken begeistert ihre mitgebrachten Kameras und fangen die zauberhafte Idylle an der Elbe bei Ronney im Bild ein. Sie machen Schnappschüsse von Blumen, dem Sandstrand in den Buhnen und natürlich dem sanft dahin fließenden Fluss. Dabei steht ihnen Peter Bürkner zur Seite. Der passionierte Fotograf gibt dem Nachwuchs wertvolle Tipps.

"Alle sind total motiviert", freut sich Horterzieherin Anna Timmermann. Mit drei Kollegen und 33 Ferienkindern der evangelischen Bartholomäischule Zerbst hat sie gestern den Ausflug an die Elbe unternommen. "Gemeinsam wollen wir die professionelle Fotografie entdecken", erklärt sie lächelnd. Hintergrund ist, dass Eltern immer mal wieder nach Bildern von ihren Sprösslingen gefragt haben, also halten diese ihre Erlebnisse nun selbst fest. Am Ende der Sommerferien soll jedes Kind eine eigene Fotomappe in Händen halten.

Die Exkursion an den Fluss bildet sozusagen den Auftakt für das Vorhaben. Zugleich ist der fotografische Abstecher in die Aue Bestandteil der Projektwoche "Fliegende Reporter". Dies spiegelt sich in den Fragen wider, die der Nachwuchs Peter Bürkner zu seinem Hobby und seiner Ausrüstung stellt.

"Jetzt in den Ferien haben wir verschiedene Angebote", erzählt Anna Timmermann von der offenen Hortarbeit. Die Mädchen und Jungen können da ganz individuell ihren Interessen nachgehen, sich der Fühlstrecke widmen oder aber eben dem Journalistenleben, zu dem das Fotografieren im Hoch- und Querformat selbstverständlich dazu gehört. Genau das lernen die Nachwuchsreporter von Peter Bürkner. Nebenbei tauchen sie inmitten der herrlichen Elblandschaft in den Naturschutz ein, wie Horterzieher Holger Bressel anmerkt.