Köthen/Zerbst l Noch bis zum 8. September können Bewerbungen für den Reiner-Lemoine-Innovationspreis Anhalt-Bitterfeld 2014 eingereicht werden. Landrat Uwe Schulze hat die Frist verlängert. "Aufgrund der erst vor kurzem beendeten Urlaubssaison waren zahlreiche Unternehmen noch nicht in der Lage, sich zu bewerben", begründete er die Entscheidung.

"Wir kommen damit den Wünschen verschiedener Unternehmen nach, die sich bei uns mehr Zeit erbitten, um die Bewerbungsunterlagen zusammenzustellen", ergänzt Armin Schenk. Er ist Geschäftsführer der Entwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Anhalt-Bitterfeld mbH (EWG). Die EWG nimmt die Bewerbungen für den Reiner-Lemoine-Innovationspreis entgegen, der am 4. November in Bitterfeld-Wolfen verliehen werden soll. Vergeben werden an diesem Tag neben dem Hauptpreis noch weitere Sonderpreise und Anerkennungsurkunden (siehe Info-Kasten). Insgesamt werden 10 500 Euro ausgereicht.

Ausgezeichnet werden innovative unternehmerische Leistungen, Unternehmensgründungen, Produktideen und Verfahrensideen sowie besondere Marketingaktivitäten, die zu marktrelevanten Ergebnissen geführt haben oder führen werden. Eine Branchenbeschränkung besteht nicht.

Die Bewerbung kann sich auf ein Produkt oder eine wissenschaftliche Vorarbeit für ein Produkt, ein Verfahren oder eine Dienstleistung beziehen. Das Ergebnis soll eine Produktionssteigerung, eine Verbesserung der Marktsituation, die Senkung von Kosten oder Umweltbelastungen sein. Die Schaffung von Arbeitsplätzen ist ebenfalls ein Faktor. Zur Teilnahme sind aber auch Unternehmen aufgerufen, die kleinere Produkt- oder Prozessverbesserungen, neue Kooperationsmodelle oder Verkaufsstrategien entwickelt haben.

Wichtig ist: Eingereichte Wettbewerbsprojekte müssen im Landkreis Anhalt-Bitterfeld umgesetzt sein oder werden. Bei Gemeinschaftsprojekten, die durchaus gewünscht sind, muss mindestens ein Partner seinen Sitz in Anhalt-Bitterfeld haben.

Eine unabhängige Jury bewertet die Bewerbungen. Sie beurteilt folgende Aspekte: technischer Fortschritt, wissenschaftlicher Erkenntnisgewinn, unternehmerische Leistung, wirtschaftlicher Erfolg und Originalität der Innovation.

2005 ist erstmals ein Gründerpreis vergeben worden, 2011 erfolgte die Umbenennung in Reiner-Lemoine-Innovationspreis. "Der Name ,Reiner Lemoine` steht symbolisch für eine Idee, die Ausgangspunkt einer jeden Existenzgründung ist, den Mut und die Beharrlichkeit, diese Idee aus eigener Kraft umzusetzen sowie für eine daraus resultierende beispiellose Unternehmensentwicklung", betonte Uwe Schulze damals. Reiner Lemoine, der 2006 verstarb, hatte das Solarzellen-Unternehmen Q-Cells gegründet.

Kleine und mittlere Unternehmen, unternehmsgründder, Wissenschaftler, Studenten, auszubildende und Schüler können sich bei der EWG um den Innovationspreis bewerbeb. Informationsmaterialien und Bewerbungsunterlagen stehen im Internet unter www.ewg-anhalt-bitterfeld.de zum Herunterladen zur Verfügung.