Walternienburg/Zerbst l Rund 30 000 Euro Schaden entstanden bei einem Brand in einem leerstehenden Gebäudekomplex in Walternienburg. Um 23.31 Uhr erfolgte am Sonnabend die Alarmierung der Feuerwehr. In der Hauptstraße stand der hintere Teil einer Scheune, in der Holzpaletten gelagert waren, bereits lichterloh in Flammen. "Das Dach war schon eingefallen, als wir eingetroffen sind", erzählt Einsatzleiter Christian Ganzer. Mit Walternienburg, Güterglück, Gödnitz, Nutha und Zerbst sind fünf Ortsfeuerwehren mit insgesamt 54 Kameraden und zwölf Fahrzeugen im Einsatz gewesen.

Die Scheune war nicht mehr zu retten und brannte völlig runter. Ein Übergreifen der Flammen auf das Wohnhaus und auch das Nachbargrundstück konnte indes glücklicherweise abgewendet werden, wie Christian Ganzer schildert. Er berichtet ebenfalls von einem Schuppen, auf den das Feuer übergegriffen war, das die Kameraden im Innenangriff ablöschten. Erst gegen 5 Uhr morgens war der Einsatz beendet. Walternienburger Kameraden blieben allerdings zurück und sicherten bis Sonntag 13 Uhr die Brandwache ab. Die Ursache des Feuers ist bislang unklar.

Ergänzt wird diese Nachricht von einer weiteren Negativmeldung: Als die Zerbster in ihr Gerätehaus zurückkehrten, mussten sie einen Diebstahl feststellen. Während die ehrenamtlich tätigen Brandbekämpfer mitten in der Nacht in Walternienburg tätig waren, stahl jemand das Fahrrad eines Kameraden von der Wache in der Dessauer Straße, wie Ortswehrleiter Steffen Schneider mit völligem Unverständnis erzählt. "Manchen Leuten ist nichts mehr heilig", kann er über eine solche Tat nur verärgert den Kopf schütteln.