Auf der Schießbahn der Schützengilde Steckby gab es am Sonnabend gleich mehrere Gründe, um zu feiern. Neben dem neuen Landesmeister Ralf Heger, wurde der interne Schützenkönig und der Beste im offenen Adlerschießen gekürt.

Steckby l Seinen Titel als Schützenkönig der Steckbyer Gilde musste Ralf Heger am Wochenende abgeben. In einem Stechen setzte sich Uwe Schröder durch und wurde anschließend von seinem Kollegen persönlich geehrt. Grund zum Feiern gab es für Heger jedoch trotzdem, denn seine Kameraden durften ihn offiziell zum Landesmeister in der Kategorie "Magnum 44" küren. "Das ist der erste Landesmeister aus unserer Gilde", berichtete der Vorsitzende Horst Sanftenberg stolz.

Darüber konnte sich auch der neue Schützenkönig Uwe Schröder freuen, schließlich hatte er nun einen Landesmeister im Stechen besiegt. "Ich freue mich sehr über die Auszeichnung, aber auch für Uwe, der jetzt nach München zur deutschen Meisterschaft fahren darf", erklärte Schröder. Schon in zwei Wochen ist es soweit, und Heger wird sich mit den besten Sportschützen aus ganz Deutschland messen. "Für mich ist es schon ein Gewinn, dass ich dort hinfahren darf. Ich gehe die Sache ganz ruhig an, denn niemand erwartet dort meinen Sieg. Wenn ich unter den besten 100 Schützen lande, bin ich schon sehr zufrieden", sagte Heger bescheiden. Um an der deutschen Meisterschaft auf der Olympia-Bahn in München mitmachen zu dürfen, reicht es nicht aus, Landesmeister zu werden. "Mann muss eine bestimmte Punktzahl erreichen", erklärt Heger. Er kam bei der Landesmeisterschaft auf stolze 378 von 400 möglichen Punkten und qualifizierte sich damit.

Dies waren an diesem Tag jedoch nicht die einzigen Auszeichnungen. Als Vize-Landesmeister wurde Denis Reichardt in der Kategorie "Perkussionspistole in der Herrenklasse" noch nachträglich ausgezeichnet. Doch zurück zu den Wettbewerben vom Wochenende: Sieben Plätze gab es beim offenen Preisschießen zu vergeben. Hier holte sich Andreas Kalisch den ersten Preis und kann sich nun über ein Stück Rehrücken freuen. Zweiter wurde Volker Freihorst und die Bronzemedaille ergatterte sich der Schützenkönig Uwe Schröder.

Für Familie Schröder sollte dies ein besonders erfolgreicher Tag werden. Im letzten Wettbewerb für diesen Tag, dem traditionellen "Adlerschießen", holte sich nämlich Uwe Schröders Vater Günther zum zweiten Mal in seiner Karriere als Sportschütze die Krone. Beim "Adlerschießen" geht es darum, aus 25 Meter Entfernung die einzelnen Teile eines Holzadlers (Flügel, Beine, Schwanz und Kopf) im Uhrzeigersinn abzuschießen, so dass die Teile auf den Boden fallen. "Je nach Verarbeitung des Adlers werden mal mehr, mal weniger Schüsse benötigt, um die Teile abzuschießen", erklärt Horst Sanftenberg. Jeder hat fünf Schuss, danach ist der nächste an der Reihe. So fiel in der schnellsten Runde ein Flügel schon nach 20 Schuss, in der nächsten Runde wurden schon 80 Schuss verbraucht.

Bei diesem besonderen Wettbewerb nahm zur Überraschung der Sportschützen auch Andreas Dittmann, Bürgermeister von Zerbst, teil, der zuvor noch in Deetz bei der 700-Jahr-Feier anwesend war.

 

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