Die Kleiderkammer des Deutschen Roten Kreuzes in Zerbst nimmt am Dienstag wieder den Dienst auf. Drei Wochen war sie wegen eines Wasserschadens geschlossen.

Zerbst l Am Dienstag öffnet Ursula Fräßdorf die Türen zur Kleiderkammer nach einer dreiwöchigen Pause. Wasser war in die Kellerräume in der Niderlassung des Deutschen Roten Kreuzes eingedrungen. Nicht zum ersten Mal, wie die 70-Jährige erzählte.

"Am 4. August hat es stark geregnet. Da wusste ich schon, was mich erwartet, ich bin sofort hierher gefahren", berichtete sie.

Die Mauern des alten Gebäudes sind undicht. Grundwasser dringt von außen in die Kellerräume, welche die Kleiderspenden beherbergen. "Ich konnte das Schlimmste verhindern." Mit einer Pumpe kämpfte sie dann gegen das eindringende Wasser an. "Es hat ganz gut geklappt. Abends um zehn Uhr war das Wasser aus den Kellerräumen heraus. Leider ist das nur die halbe Arbeit", sagte sie. Der Dreck und Schmutz, den das Wasser mit anspülte, blieb in den Räumen. "Bis gestern hatten wir insgesamt damit zu tun", erklärte die ehrenamtlich engagierte Frau. Glücklicherweise hatte sie ein ganzes Team von Helfern, die ihr bei der Aufgabe zur Seite standen. "Vielen Dank an alle", fügte sie hinzu.

Es sei das fünfte Mal, dass durch die Wände das Grundwasser in den Raum drang während der sieben Jahre, in denen sie die Aufgabe übernommen hat, erzählte Ursula Fräßdorf. "Wir planen deshalb, mit der Kleiderkammer in eine andere Etage zu ziehen", fügte die Helferin an.

Die Suchtberatung des DRK befindet sich noch im selben Gebäude wie die Kleiderkammer. "Die Beratung wird an einen anderen Ort in Zerbst ziehen und die Kleiderkammer wird dann dort oben eingerichtet." Sie freue sich darauf, schließlich sei es im Keller immer kalt und nicht nur durch die Wassereinbrüche feucht. "Hier zu arbeiten, ist sicher nicht sonderlich gesund", fügte sie an.

Einmal in der Woche wird die Kleiderkammer geöffnet. "Jeden Dienstag von 14 bis 16 Uhr." Dort gibt Ursula Fräsdorf dann Jacken, Pullover, Hosen aber auch Haushaltsgegenstände gegen einen kleinen Obolus aus. "Ein Kilogramm Wäsche kostet einen Euro", erzählte sie. Kommen könne jeder, der Hilfe benötige. "Ich wundere mich, dass es nicht mehr sind, die uns aufsuchen." Dass die Ware einwandfrei ist, dafür trage sie selbst Sorge. "Ich leere mit dem DRK-Mobil die Kleider-Spende-Container in Zerbst. Davon gibt es drei Stück." Nur tadellose Ware werde dann in der Kammer angeboten.

Wer Kleidung spenden möchte, kann dies in den Containern tun, könne aber auch gern vorbeikommen, so die Helferin.

Die Kleiderkammer befindet sich am Dornburger Platz 9 in Zerbst.