Der Rotary Club Zerbst feierte im Juni sein 20-jähriges Charterjubiläum. Zum Gelingen des Abends trugen der Schloss-Förderverein und die Musikschule "Fasch" bei - für beide gab es jetzt ein Dankeschön.

Zerbst l Es ist nicht alltäglich, dass die Pastpräsidentin das Meeting des Rotary Clubs leitet, wenn der Präsident im Urlaub ist. Bei den Zerbster Rotariern war das am Montagabend der Fall, vor allem, "weil es um das letzte Jahr geht", sagt Hannelore Seidler.

Das letzte rotarische Jahr, das am 30. Juni zu Ende ging, war das Jahr ihrer Präsidentschaft. Und der ganz besondere Höhepunkt darin das 20-jährige Charterjubiläum. Das beging der Club am 14. Juni im Zerbster Schloss.

Über ein Jahr hatte der Vorstand das Fest vorbereitet, erinnerte Hannelore Seidler noch einmal. Und an einen Abend, der "gelungen und wunderschön war, wie auch das Feedback zeigte. Wir konnten das Gebäude verzaubern". Zwei, "die maßgeblich am Gelingen des Abends beteiligt waren", waren der Förderverein Schloss Zerbst sowie Schüler und Lehrer der Musikschule "Johann Friedrich Fasch" Zerbst. Als deren Vertreter begrüßte, verbunden mit dem Dank dafür, die Pastpräsidentin am Montag den Schlossvereinsvorsitzenden Dirk Herrmann und Musikschulleiter Rainer Gräßler.

Es habe vorab festgestanden, dass die Jubiläumsgeschenke einem guten Zweck zugutekommen sollten, "und was lag da näher, als das für das Schloss zu tun". Viel sei dort schon passiert, aber viel sei auch noch zu tun, sehen die Rotarier die 1500 Euro an den Förderverein gut adressiert. Neben den Spenden zum Charterjubiläum steckt da auch noch "die Eigenspende eines Club-Mitglieds in beträchtlicher Höhe" drin.

"Ein ganz herzliches Dankeschön dafür, dass sich der Rotary Club für das Schloss für diese besondere Feier entschieden hat und für diese wunderbare Spende", sagt Dirk Herrmann, der sich "auch sehr gern" an diesen festlichen Abend erinnert.

Für das Geld habe der Förderverein natürlich Verwendung. Konkret nennt er zwei Projekte, "dabei hilft das ungemein". Eines ist der neue Flyer, der zum Tag des offenen Denkmals am 14. September vor "hoffentlich vielen Gästen im Schloss" präsentiert werden soll. Das Faltblatt ist erstmals als gemeinsames Projekt jener Vereine entstanden, die sich inzwischen im Schloss den Besuchern mit eigenen Räumen und Ausstellungen vorstellen: der Förderverein Schloss Zerbst, der Internationale Förderverein "Katharina II.", der Zerbster Heimatverein und die Internationale Fasch-Gesellschaft.

Und Dirk Herrmann erzählt vom Steintreffen der Wandergesellen, das vom 1. bis 14. September im Schloss stattfinden wird. Die ersten vier Gesellen sind eingezogen, "wir hoffen, dass in der nächsten Woche noch viele dazu kommen". Es sei ein besonderes Projekt fürs Schloss, vor allem, weil die Gesellen dort auch übernachten. Dirk Herrmann hofft, dass vom geplanten Projekt möglichst viel geschafft werden kann. Die Sandsteingeländer, die im unteren Bereich der Treppe vom unteren zum oberen Saal seit Anfang der 90er Jahre völlig fehlen, sollen wieder entstehen.

Mit Harfen, Flöten und Gitarre war die Musikschule beim Charterjubiläum dabei. "Das hat die Veranstaltung sehr würdig umrahmt", sagt Hannelore Seidler. 200 Euro der Rotarier unterstützen nun die Arbeit des Musikschul-Fördervereins. "Auch für unsere Schüler und Lehrer war es wirklich eine besondere Veranstaltung. So einen festlichen Rahmen hat man ja nicht immer. Das hat uns allen wirklich viel Spaß gemacht", hebt Rainer Gräßler hervor. So sei es für die jungen Harfenspielerinnen schön gewesen, die zuvor bei der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb "Jugend musiziert" vorgestellten Stücke noch einmal spielen zu können. Und in die Anschaffung einer zweiten Konzertharfe, speziell für Wettbewerbe, soll auch das Geld der Rotarier fließen.