Noch bis morgen sind die Teilnehmer am Internationalen Workcamp in Ronney vor Ort. Es ist das zweite Workcamp im Umweltzentrum, das zusammen mit den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten (ijgd) durchgeführt wurde.

Ronney/Strinum l Schon im vergangenen Jahr ging es um die Beseitigung der Schäden nach dem Hochwasser und auch diesmal steht das Lager unter dem Motto "Weitere Hilfe zur Wiederherstellung nach der Hochwasserkatastrophe". 15 junge Menschen im Alter von 16 bis 23 Jahren waren diesmal in Ronney dabei. Sie kamen aus Japan, Mexiko, Italien, Spanien, Serbien-Montenegro, Polen, der Türkei und Deutschland.

Die Arbeiten, die die jungen Leute in den drei Wochen ausübten, waren ganz vielfältig. Da wurde zum einen die Projekt-Werkstatt, die bis dahin nur eingeschränkt nutzbar war, wieder hergerichtet. Holz wurde bearbeitet, Schränke aufgestellt, Material sortiert und aussortiert. Auch der Vorgarten wurde von den ausländischen Gästen komplett neu gestaltet. Ein Testpfad für die Füße wurde angelegt und bestückt, ebenso eine Fühlwand für die Hände. Möbel bauen, das heißt, Holzbänke für das Freigelände fertigen, stand gestern noch auf dem Plan. Die Sonnenuhr konnte wieder hergestellt werden. Schwemmholz wurde für den Lehmbackofen und die Feuerschale fertig gemacht.

"Die jungen Leute waren aufgeschlossen und fleißig", zeigten sich Hartmut Kühnel und Birgit Jacobsen vom Umweltzentrum zufrieden mit der Gruppe. Auf Grund der Wetterlage durften die Workcamper zwischendurch auch mal die Unterkünfte des Hauses nutzen, statt in den Zelten zu frieren. Den jungen Leuten gefiel es ausgesprochen gut in Ronney, sprach Johanna Wloka aus Hildesheim für die Gruppe. Vor allem die schöne Landschaft und die Natur wurden genossen. "Ich habe mich ein bisschen in Sachsen-Anhalt verliebt", gestand die 24-jährige ijgd-Teamleiterin. Sie war das zweite Mal "Teamer", davor schon einmal Teilnehmerin. Für ihren Co-Teamer Erik Römmelt war es diesmal schon das 10. Workcamp.

Neben der Arbeit kamen auch die gemeinsame Freizeitgestaltung und die Geselligkeit nicht zu kurz. Große Ausflüge führten nach Berlin und Leipzig, die kleineren mit dem Rad in die Natur. Birgit Jacobsen organisierte für die Gruppe auch eine Führung von Dr. Beatrix Haake in und um die Kunst Kultur Kirche Strinum. Eine Schnitzvorführung mit Wildholzdesigner Peter Haake folgte. Die dabei entstandene Skulptur bekommt nun einen Platz im Umweltzentrum.

Hinter ijgd verbirgt sich die größte und eine der ältesten Workcamp-Organisationen Deutschlands, die 1949 gegründet wurde. Jedes Jahr beteiligen sich über 1300 Freiwillige in rund 100 Camps in Deutschland. Teilnehmer werden auch ins Ausland vermittelt.

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