Es ist eine ganz besondere Ausstellung im Zerbster "KunstFenster" auf der Breite. Des Inhalts wegen sind eigentlich alle Präsentationen etwas Einmaliges und Besonderes. Die dritte komplett eigene Ausstellung von Stefan Koschitzki fällt zudem auf einen Jahrestag.

Von Helmut Rohm

Zerbst l Montag, der 1. September, an dem Stefan Koschitzki seine aktuelle, nunmehr dritte komplett eigene Ausstellung aufbaut, ist doch eben noch mal "ein wirklich besonderer Tag". Das Zerbster "KunstFenster" gibt es genau vier Jahre. "Jörg Albert, Sabine Brauns, Gerald Götze, Peter Haake, Stefan Koschitzki und Michael Schumacher", zählt Sabine Brauns auf und erinnert an die Gründungsmitglieder, die am 1. September 2010 eine Künstlergemeinschaft bildeten. Anfang des Jahres 2014 ist aus dem mehr zwanglosen Verbund der eingetragene Verein "Kunstfenster Sachsen-Anhalt e. V." geworden. Als Vorsitzender wurde Jörg Albert gewählt. Stefan Koschitzki ist stellvertretender Vorsitzender. Als Kassenwartin ist Sabine Brauns tätig. Neu "dazu gestoßen" als Mitglieder sind inzwischen Giso Kakuschke aus Hagendorf sowie die beiden Bitterfelder Matthias Wrobel und Matthias Brückner.

Im Rückblick auf die vier erfolgreichen Ausstellungsjahre "mit acht bis neun Expositionen pro Jahr von eigenen Mitgliedern jedoch auch befreundeten Künstlern und Künstlergruppen", so Jörg Albert, bedankt sich der Verein bei der Grundstücksgesellschaft Neckmann/Schmidt GbR Zerbst/Pulspforde für die mietfreie Nutzung der für Kunstpräsentationen attraktiven Räume.

So auch für die aktuelle von Stefan Koschitzki, die der darstellende Künstler und Autor "OT - eine Ausstellung ohne Titel" bezeichnet und bis zum 10. Oktober zeigen wird. Der gelernte Koch hat in diesem Jahr eine Ausbildung zum Betreuungsassistenten abgeschlossen. Künstlerisch ist der Roßlauer Autodidakt mit ideenreichen Einfällen und Aktionen. Zu seinen "Erfindungen" gehört die "Bleistift-Fineliner-Technik", mit der er reizvolle Grafiken "produziert".

Im hinteren Ausstellungsbereich des "KunstFensters" werden Acrylarbeiten aus den Jahren 2010/2011 gezeigt, teils mit Mumienporträts als Motiven gezeigt. Im vorderen Teil sind zwölf seiner Grafiken in quadratischen Rahmen aufgestellt, scheinbar namenlos, nur mit Großbuchstaben gekennzeichnet. Damit gestaltet Stefan Koschitzki ein Denk- und Ratespiel - zum Mitmachen und zum Gewinnen für den Betrachter.

Im Schaufenster liegt eine Liste mit seinen "Titelangeboten" mit Nummern aus. "Lassen Sie sich ruhig mal darauf ein. seien Sie intuitiv und kreativ", animiert Stefan Koschitzki zum Mitmachen. Denn es lohne sich: Als Preis für jeden, der alle Titel richtig zuordnet, winke als Preis eine handsignierte Fineliner-Grafik.

Die Antworten können im Briefkasten des "KunstFensters" auf der Breite 12 eingeworfen werden oder per Internet an stefanfineliner@yahoo.de geschickt werden.