Zerbst (ssi) l Die Mitglieder der Marinekameradschaft Zerbst trafen sich am Freitag zu ihrer Mitgliederversammlung. Dieses Mal hatten sie sich einen ungewöhnlichen Ort ausgesucht. "Wir wollten uns über die Geschichte des Zerbster Wasserturms informieren. Was lag also näher, als die Versammelung in Absprache mit den Mitgliedern des Wasserturm-Vereins auf das Gelände des Wasserturms zu verlegen", sagte Hans-Joachim Heinemann von der Marinekameradschaft.

Nach der Begrüßung der Mitglieder und anwesender Freunde der Marinekameradschaft durch den Vorsitzenden Reinhard Ribbe begann um 17 Uhr die Führung. "Die Vorsitzende des Fördervereins des Wasserturms Zerbst Sigrun Knäbel begrüßte die Teilnehmer an der Führung mit einem Glas Zerbster Trinkwasser und informierte über die Entstehung und Bedeutung des Zerbster Wasserturms für die Bevölkerung der Stadt.

1894 erbaut, sei es heute ein technisches Denkmal, um dessen Erhalt sich der 2009 gegründete Förderverein engagiere, erzählte sie. "Als Wahrzeichen ist es weithin sichtbar und unser Grundanliegen ist, dieses imposante Bauwerk mit seiner bewegten Geschichte der Zerbster Bevölkerung zugänglich zu machen", fasst sie zusammen. Die Vorsitzende erzählte, wie die Wassergewinnung und -speicherung funktionierte, und auf welchen Weg das kostbare Nass die Zerbster Haushalte erreichte. Anschaulich informierte sie sowohl über die Technik, als auch zum Zerbster Original, der "Wasserjette" und erwähnte auch das Engagement der einzelnen Vereinsmitglieder. "Wir jedenfalls sind jetzt davon überzeugt, dass unser Wasserturm in den richtigen Händen liegt", sagte Heinemann.

In einer gemütlichen Runde, bei herrlichem Sonnenschein, ließen die Kameraden den Nachmittag ausklingen. "Dafür möchten wir uns bei Sigrun Knäbel und ihrem Team recht herzlich bedanken."