Ganze 163 Parzellen gibt es im Zerbster Kleingartenverein Zukunft. Platz ist damit genug - auch für junge Hobbygärtner. Doch sowohl im Vereinsvorstand als auch bei Arbeitseinsätzen und Feiern ist der Altersdurchschnitt hoch.

Zerbst l In der Kleingartenanlage in der Mozartstraße 3 sind nur zwei von 60 Parzellen frei. "Und dafür haben wir sogar schon Nachfolger gefunden", sagt Brigitta Heinrich. Sie ist die stellvertretende Vorsitzende im Kleingartenverein Zukunft. Für die mehr als 100 Parzellen weiter außerhalb, sei es schon schwerer Pächter zu finden. "Das ist zu weit weg vom Zentrum", nennt Brigitta Heinrich einen der Gründe.

Ein weiterer Vorteil der Gärten direkt an der Mozartstraße 3: Es gibt eine Gaststätte mit einer großen Terrasse davor. Darauf wird auch gerne mal gemeinsam gefeiert. So wie am Sonnabend zum alljährlichen Gartenfest. "Der Zusammenhalt in unserem Verein stimmt", sagt die stellvertretende Vorsitzende stolz. Ist jemand im Urlaub, übernimmt ein anderer das Gießen. Zum Geburtstag wird gratuliert und wird jemand krank, erkundigt man sich. Auch gemeinsame Arbeitseinsätze stehen auf der Tagesordnung. "Wir haben gerade erst die Außenanlage sauber gemacht", sagt Heinrich.

Einen eigenen Garten pflegt die Zerbsterin nicht mehr. Seit 1993 ist sie im Verein dabei und immer gut versorgt. "Brauchst du Tomaten, magst du Gurken mitnehmen?" Wenn Brigitta Heinrich durch die Anlage läuft, geben alle gerne ab. "Kürbisse, Zucchinis, Erbsen, Pfirsiche, die Vielfalt ist groß", zählt Heinrich auf. Und freut sich besonders über die Blumenpracht in den Parzellen.

Früher habe es in der Anlage auch mal einen Spielplatz gegeben, aber der ist weg. "Es kommen ja nur ganz wenige Kinder her", erklärt Heinrich. Und bedauert das. Der Nachwuchs fehle. "Wir im Vorstand müssen irgendwann abgelöst werden und dann sollte jemand Junges bereit sein, Verantwortung zu übernehmen."

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