Zeppernick l In Zeppernick konnten sich die Ratsmitglieder am Donnerstag auf einen Ortsbürgermeister und seinen Stellvertreter einigen. Der zuletzt amtierende Ortschaf Manfred Zerm (FDP) erklärte sich bereit, das Amt weiterzuführen. Als sein Stellvertreter wurde Ingo Heidemann (FDP) ebenfalls einstimmig gewählt. Direkt nach der Kommunalwahl hatte man sich auf keinen Ortschef einigen können, solange war kommissarisch der Stadtbürgermeister Frank von Holly tätig gewesen.

Frank von Holly entschuldigte sich gleich zu Beginn der Sitzung, dass er nicht alle Geburtstagsgratulationen im Ort habe übernehmen können. "Die Zeppernicker haben die Messlatte sehr hoch gehängt. Der Ortschef kommt hier schon ab dem 70. Geburtstag zum Gratulieren. Das war mir wegen weiterer Verpflichtungen leider nicht in allen Fällen möglich", bedauerte Frank von Holly.

Im weiteren Verlauf der Sitzung befürworteten die sechs anwesenden Ratsleute auch den vorliegenden Entwurf der Risikoanalyse und Bedarfsermittlung für die Freiwilligen Feuerwehren. In Zeppernick herrscht hier die besondere Situation vor, dass es keine Ortsfeuerwehr gibt, und das schon seit dem Jahr 1993.

"Eigentlich hätte man hier schon seit dem Jahr 1993 eine Pflichtfeuerwehr einführen müssen", erklärte Frank von Holly. Zeppernick bildete mit den Dörfern Kalitz, Brietzke, Dalchau, Wendgräben und Zeppernick eine eigene Gemeinde, deren Einwohnerzahl eine Feuerwehr erfordert. Mit der Eingemeindung der Gemeinde in die Stadt Möckern ergab sich jedoch eine neue Situation: Die Dörfer wurden aus gemeinderechtlicher Sicht zu Ortsteilen der Stadt. Hier wiederum gilt, dass Ortsteile mit unter 150 Einwohnern keine Feuerwehr vorhalten müssen.

Bald wieder Feuerwehr?

Die fünf Orte profitieren zumal davon, dass die Nachbarorte Möckern und Loburg gut aufgestellt sind und auch tagsüber eine Einsatzbereitschaft gewährleisten können. Dennoch sieht es in Sachen Löschwasserversorgung in einigen Orten, wie etwa Kalitz, nicht so rosig aus.

Und so stimmte der derzeit vorliegende Entwurf der Risikoanalyse einige Ratsmitglieder von Zeppernick nachdenklich: "Da will man doch gleich eine Ortsfeuerwehr gründen", meinte ein Ratsmitglied. Nachher, vor dem Dorfgemeinschaftshaus verfestigte sich die Idee sogar noch. Vier Einwohner deuteten ihre Bereitschaft an, sich einer Ausbildung zu unterziehen, darunter ist ein ehemaliger Feuerwehrmann. "Ich würde es sehr begrüßen, wenn sich in Zeppernick wieder eine Freiwillige Ortsfeuerwehr gründete", sagte Stadtchef Frank von Holly. Als Feuerwehrgerätehaus böte sich das ehemalige Depot in Dalchau an. Weitere Freiwillige können sich beim Ortsbürgermeister oder der Stadtverwaltung Möckern melden.

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