Nachdem das Kegeldach des Lindauer Bergfrieds eine Kupferhülle erhalten hat, ist für 2015 die weitere Sanierung der oberen Burgmauer geplant. Um dies rasch zu realisieren, soll eine Verpflichtungsermächtigung für finanzielle Sicherheit sorgen.

Lindau/Zerbst l "Mit der Verpflichtungsermächtigung wollen wir die Weichen für das nächste Jahr stellen", erläuterte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) im Zerbster Haupt- und Finanzausschuss. Im Haushaltsplan für 2015 sollen 110 000 Euro für die weitere Sanierung der Burganlage Lindau eingestellt werden. Geplant ist die Instandsetzung der maroden Abschnitteder oberen Ringmauer.

Fördermittel für die Maßnahme sind bereits bewilligt. Zu 75 Prozent wird das Projekt über das europäische Leaderprogramm gefördert. Dies ist jedoch an gewisse Kriterien gebunden. So schreibt der Zuwendungsbescheid einen Realisierungszeitraum vom 1. März bis 30. September 2015 vor. Eine Verlängerung ist nicht möglich, wie die Nachfrage des zuständigen Fachamtes der Stadtverwaltung ergab. Deshalb ist Eile geboten.

Hinzu kommt die Umstellung von der Kameralistik auf das System der doppelten Buchführung in der Stadt Zerbst. Da das Vorliegen eines bestätigten doppischen Haushalts nicht absehbar ist, soll die Sanierung der Burgmauer noch in diesem Jahr ausgeschrieben werden, um die Maßnahmen dann fristgemäß durchzuführen. Voraussetzung um das zu tun, ist eine so genannte "Verpflichtungsermächtigung".

Diese umfasst die geschätzte Gesamtsumme von 110 000 Euro, wobei sich die schon genehmigten Fördermittel auf rund 76 000 Euro belaufen. Der Etat der Einheitsgemeinde wird demnach mit gut 34 000 Euro belastet. Dieser Eigenanteil soll aus dem Erlös gedeckt werden, den die Ortschaft Lindau mit dem Verkauf landwirtschaftlicher Flächen erzielt. Das Verfahren läuft bereits.

Der Haupt-und Finanzausschuss stand am Montag geschlossen hinter der Erteilung der Verpflichtungsermächtigung. Den endgültigen Beschluss wird der Stadtrat auf seiner Sitzung am 24. September fassen.