Steutz und Zerbst trennen keine 15 Kilometer. So bot der Wasserturm in diesem Jahr ein lohnenswertes Ziel für den alljährlichen Radausflug des Vereins Ländliches Leben Steutz/Steckby. Nur das Wetter schreckte am vergangenen Sonntag etwas ab.

Steutz/Zerbst l Seit der Vereinsgründung 2008 muss es der sechste Ausflug gewesen sein, einigten sich der Vereinsvorsitzende Dr. Stephan Riemschneider und seine Mitstreiter, als man sich am Sonntag vor dem Zerbster Wasserturm sammelte. Die gemeinsame Fahrt mit dem Rad hatten dann doch einige abgewählt, angesichts der Nässe von oben. Nur Gundel Schayka, Mathias Geesen und Cornelia Rogatty scheuten sich nicht und traten in die Pedale.

Dennoch blieb das gemeinsame Erlebnis der Mitglieder und Freunde des Vereins: Am Wasserturm wurden sie von der Vorsitzenden des Fördervereins, Sigrun Knäbel, empfangen. Sie konnte den Gästen, die nicht nur aus Steutz, sondern auch aus Zerbst und Lindau dazugestoßen waren, einiges über das Bauwerk, seine Geschichte und Aufgaben erzählen. Natürlich spielte auch der Förderverein eine Rolle, der sich seit der Gründung 2009 das Ziel gesetzt, den Wasserturm zu erhalten und umfassend zu sanieren. Auch machte die Vereinsvorsitzende deutlich, welche weiteren Maßnahmen noch notwendig sind.

So konnten auch die Steutzer nur Vermutungen anstellen, wie es sich wohl anfühlt, die 104 Natursteinstufen im Inneren des Turmes zum Wasserhochbehälter hinaufzusteigen. Vielleicht wird ein sicherer Aufstieg für Besucher irgendwann möglich werden. Die Kinder konnten nicht wiederstehen, ein paar Lose bei der Tombola zu ziehen, bevor die kleine Gruppe sich wieder auf den Weg machte. Der Dank des Vereins geht an Sigrun Knäbel, die die sonntägliche Führung ermöglichte.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde die Rückfahrt angetreten. Heute lädt der Verein um 18.30 Uhr zum Vortrag "Wüstungen" in die Schauschmiede nach Steutz. Am 12. Oktober wird eine Pilzwanderung ab Steckby (14 Uhr) angeboten. Eine mobile Saftpresse soll am 18. Oktober ab 8 Uhr vor der Schauschmiede Station machen. Für den 21. Oktober ist ein Ornithologenvortrag über Großtrappen geplant.