Bislang sind von den verfügbaren 63 000 Euro Fördermittel vom Kultur-und Tourismusausschuss nur rund 25 000 Euro eingefordert worden. Darüber informierte Landkreismitarbeiterin Angela Rothe die Mitglieder des Ausschusses.

Köthen/Zerbst l 57 000 Euro haben die Mitglieder des Kultur- und Tourismusausschusses des Landkreises Anhalt-Bitterfeld in diesem Jahr verteilt. Bislang sind von dieser Summe jedoch nur etwas mehr als 25000 wirklich abgerufen worden, wie Angela Rothe den Mitgliedern des Kultur-und Tourismussausschusses am Mittwoch berichtete. Für Ronald Mormann (SPD), der nun erneut zum Vorsitzenden des Ausschusses gewählt worden ist, ist das noch kein Anlass zur Beunruhigung. "Bis die Zahlungen wirklich fällig werden, dauert es immer eine Weile", erzählte Mormann. Schließlich beginnen die meisten Vereine erst mit dem Eintreffen des Förderbescheids, ihre Projekte umzusetzen. "Da müssen Kostenvoranschläge eingeholt werden und es gibt viele andere Dinge, die einfach Zeit brauchen", erzählte er weiter.

Darüber hinaus werden aber einige Mittel nie abgerufen, erzählte er weiter. "Das hat die unterschiedlichsten Gründe. Meist wurde von dem Projekt dann Abstand genommen, vielleicht weil etwas anderes wichtiger war", fügte er an. Das gebe es eigentlich in jedem Jahr. "Wir haben dann folgende Vorgehensweise: Wir halbieren die übergebliebene Summe. Eine Hälfte kommt zurück zum Landkreis und soll dort zur Haushaltskonsolidierung eingesetzt werden. Die andere Hälfte behalten wir und packen sie auf die Fördersumme des nächsten Jahres mit drauf." Das seien in jedem Jahr 60 000 Euro, die vergeben werden können. Insgesamt hatten 39 Anträge über eine Antragssumme von mehr als 69 000 Euro vorgelegen. 35 Anträgen bewilligten die Ausschussmitglieder eine Zahlung. Dreien wurde eine Ablehnung erteilt, eine Bewerbung war unvollständig. Rund 57 000 Euro haben die Ausschussmitglieder bewilligt und lagen damit rund 10 000 Euro über dem, was die Verwaltung als förderfähig angesehen hatte. Entscheidend ist aber der Beschluss des Gremiums.

So wurde die Köllingsche Fabrik in Zerbst mit 1880 Euro für das "Kulturprogramm 2014" bedacht, obwohl die Verwaltung die Förderung nach den Förderrichtlinien für nicht zulässig gehalten habe. Ebenso hatten die Kreisverwaltung gegen die Förderung der "Regionalen Pilgertage im Kirchenkreis Zerbst" der evangelischen Weinberggemeinde Garitz Bedenken angemeldet. Die Ausschussmitglieder hingegen fanden die Förderung von 3290 Euro angemessen. Für die neue Broschüre vom Förderverein Schloss Zerbst wurden die beantragten 700 Euro gefördert. Der Lindauer Spielmannszug bekommt 1830 Euro zur 14. Open Air Konzert der Marschmusik dazu.

Für die nächste Wahlperiode will der Vorsitzende möglichst oft auswärts tagen. Von 29 Sitzungen außerhalb der Kreisverwaltung habe er 14 im Altkreis Bitterfeld, zehn im Altkreis Köthen und fünf in Zerbst und Umland organisiert. Schließlich, sagte Mormann, sei es gut, wenn die Mitglieder sich im Kreis auskennen und sehen, worüber sie entscheiden.

"Bei manchen Dingen haben wir auch einfach Fragen, die uns keiner beantworten kann", berichtete Mormann. Auch dafür sei nun seit längerem ein Instrument erprobt wurden. "Wir laden uns vor einer Sitzung in einer zusätzlichen Sitzung Vereinsvertreter ein und lassen uns dann alles genau erklären", erzählte Mormann.

Anträge für die Förderung 2015 können noch bis zum 1. Dezember abgegeben werden. Weitere Informationen gibt es unter angela.rothe@anhalt-bitterfeld.de.