"Kamera läuft!" tönte es am Sonnabend immer wieder über die Alte Brücke. Dort drehte das Filmteam der Universität Magdeburg Szenen für den Kurzfilm "Die Botin". Einige Zerbster nutzten die Chance, als Statisten mitzuwirken.

Zerbst l Beschwingt läuft Alex Anasuya über die Alte Brücke. Die zierliche Schauspielerin mit den dunklen Haaren verkörpert Johanna, eine junge Frau, deren Fröhlichkeit hinwegtäuscht über die Selbstverletzungen und Ängste, die sie für einen Mann überwinden will...

Ihre Geschichte erzählt der Kurzfilm "Die Botin", für den das Filmteam der Universität Magdeburg in der vergangenen Woche Szenen in Zerbst gedreht hat. Hier finde sich - neben bestehenden Kontakten und dem Kennen der Infrastruktur - der gewünschte Kleinstadtflair, begründet Christoph Rasche. Der gebürtige Walternienburger hat zusammen mit Robert Koppsieker die Idee und das Drehbuch entwickelt. Beide gehören dem Uni-Filmteam an, einer studentischen Vereinigung, die seit 2006 besteht.

"Viele Mitglieder sind inzwischen meist berufstätig und machen das hier als Hobby nebenbei", schildert er die Entwicklung des Teams, das zugleich sein Wissen an jetzige Studenten weitergeben und ihnen die Chance bieten will, sich selbst in dem Metier auszuprobieren. Wie zum Beispiel Maria Neumann. "Ich studiere Sozialwissenschaften und interessiere mich privat fürs Filmedrehen." So stieß sie vor gut einem Jahr zu der Truppe, gerade, als das Projekt "Die Botin" startete. Sie kümmerte sich zunächst um die Requisiten. "Jetzt bin ich für die Maske verantwortlich." Vom Tontechniker über den Kameramann bis hin zum Regisseur hat jeder seine spezielle Aufgabe. "Wir wollen Erfahrungen in der professionellen Filmproduktion sammeln", erklärt Christoph Rasche.

Für interessierte Zerbster bietet sich damit am Sonnabend die einzigartige Gelegenheit, mal in die Rolle eines Statisten zu schlüpfen. Mit sichtlichem Spaß sowie der notwendigen Geduld in Anbetracht der Wiederholung der einzelnen Einstellungen und der Drehpausen sind die Kinder und Erwachsenen bei der Sache. Sie genießen es, Teil des Kurzfilms zu sein, für den weitere Szenen auf dem Zerbster Flugplatz gedreht wurden und der am Ende wohl auf 15 bis 20 Minuten zusammengeschnitten wird. Mit der Fertigstellung rechnet Christoph Rasche im Frühjahr 2015. "Dann werden wir ihn auch in Zerbst zeigen", verspricht er.

   

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