Zerbst (hah) l Das Gymnasium "Francisceum Zerbst" hat vor einiger Zeit das Ganztagsschulprogramm eingeführt. Die unteren Klassen - fünfte bis siebte Klasse, sind bis jetzt die einzigen Jahrgänge, die mit dem Ganztagskonzept betreut werden. Somit wurde dieses Angebot erst auf eines der beiden Schulgebäude beschränkt. Die oberen Stufen werden am Weinberg unterrichtet und sind noch nicht in das Ganztagsprogramm eingebunden.

Der Förderverein des Francisceums setzt sich unter anderem für die Schülerprojekte ein. Am Mittwoch haben die Mitglieder des Vereins neue Laptops für die Schule bekommen. "Wir haben hier an diesem Schulgebäude wieder feste Klassenräume. Ein Comupterraum nimmt Platz weg und die alten Geräte machen nicht mehr lange mit. Deshalb haben wir uns für die Anschaffung von Laptops entschieden", sagt der Vorstandsvorsitzende Thorsten Huß. Der Lehrer erklärt weiterhin, dass sie eine große Summe für die 15 Geräte ausgegeben haben, aber diese gut angelegt ist. Die Laptops können an einem Ort verstaut werden und für Vorträge, AGs, Projekte und den Informatikunterricht verteilt werden. Somit ist ein weiterer Raum für den normalen Unterricht nutzbar. "Das Geld kommt aus Mitgliedsbeiträgen und Spendenmitteln. Wir hatten zuerst eine kleinere Anschaffung geplant, aber wir hatten genug Gründe und finanzielle Mittel für eine größere Menge. Doch wir haben trotzdem noch genug Geld für die laufenden Geschäfte", so Thorsten Huß. "Computerarbeit ist die Zukunft. Deshalb gibt es hier auch die AG Computerarbeiten. Die Kinder sollen ihrer Technikbegeisterung nachgehen", sagt Hans-Günther Berthold, Mitglied des Vorstandes.

Die AG wird von Lukas Kaiser geleitet. Der Schüler der zwölften Klasse ist selbst sehr interessiert an Technik und versucht den Kindern das Programmierverfahren näherzubringen. "Sie arbeiten mit vereinfachten Programmen. Sie lernen Befehlsketten zu schreiben und vieles mehr", erklärt der 18-Jährige, "Es sind einige Befehle und Seiten gesperrt. Die Schüler können keine softwareverändernden Befehle umschreiben. Auch pornografische Webseiten sind gesperrt. Somit ist alles sicher für die Kinder." In dem Kurs sind 14 Jungen. "Es soll keine Männerdomäne sein, aber es hat sich einfach kein Mädchen gemeldet", beschreibt Hans-Günther Berthold die Umstände.

Der Förderverein setzt sich nicht nur für Schülerprojekte ein, sondern auch für die Erhaltung und Restaurierung der Gebäude und Anlagen des Francisceums. Außerdem wird bei der Organisierung der Schulfesttage geholfen und ähnlichem.