Ob als Fußgänger oder Radfahrer - Kinder sind Verkehrsteilnehmer und müssen lernen, wie sie sich zu verhalten haben. Die Erst- bis Viertklässler der Walternienburger Grundschule hatten am Dienstag einen Verkehrsprojekttag.

Walternienburg l Nach gerade mal fünf Wochen in der Schule mussten die Erstklässler der Grundschule Walternienburg in dieser Woche schon ihre erste Prüfung ablegen. Dabei ging es darum, sicher über die Straße zu kommen. Links, rechts, links schauen und wenn kein Fahrzeug in Sicht ist, dann zügig und gerade die Straße überqueren. Was sich einfach anhört, muss nicht unbedingt leicht sein für die Sechs- und Siebenjährigen.

Die meisten der Klasse meisterten den Gang über die Straße vor der Schule und erhielten ihr Fußgängerdiplom. Für drei Kinder heißt es aber noch etwas üben, damit das mit dem Links, Rechts, Links auch klappt.

Die Schüler der anderen Klassen durften sich aufs Fahrrad schwingen und im Schonraum auf dem Schulgelände üben. Für die Viertklässler wurde es jedoch ernst. Nachdem zuvor alle Mädchen und Jungen ihre theoretische Prüfung geschafft hatten, stand ihnen die praktische Fahrradprüfung bevor.

Zunächst mussten auch sie ihr Können im Schonraum unter Beweis stellen, um im Anschluss auf die Straße zu dürfen. Unter den Augen der Mitarbeiter der Gebietsverkehrswacht Zerbst wurde der Parcours absolviert. Yvonne Borchert, Stephan Seeger und Christian Vandrey gaben Acht, notierten Fehler und Zeiten der Kinder.

Mit Unterstützung von Eltern und den Lehrern der Schule konnte die Prüfungsstrecke durch Walternienburg abgesichert werden. Nun waren die neun Viertklässler gefragt, sich im echten Straßenverkehr zu beweisen. Im Ergebnis müssen zwei Schüler noch einmal trainieren und bekommen eine zweite Chance für die Prüfung. Die ist Voraussetzung, wenn die Klasse zum Beispiel gemeinsam mit dem Rad die Abschlussfahrt antritt.

Zum Verkehrsprojekttag mit Fahrradprüfung war auch der Regionale Bereichsbeamte Holger Sticherling vor Ort, unter anderem, um die technische Abnahme der Räder der Viertklässler vorzunehmen. Was ganz nebenbei abfiel, war die Gelegenheit für die Kinder, sich den Polizeiwagen genau anzuschauen, der auf dem Schulhof geparkt war. Die Drittklässlerin Frederike Lützkendorf war begeistert von Blaulicht und Sirene. Der Renner bei den Kindern waren die Handschellen. Gesine Wiest und ihre Klassenkameraden ließen sich bereitwillig "abführen".

 

Bilder