Ordentlich beräumt soll die Abrissfläche in der Lepser Straße fortan als Bauland für Einfamilienhäuser dienen. Die Aufstellung des entsprechenden B-Plans läuft. Nachfragen potentieller Interessenten gibt es.

Zerbst l Im November 2013 begann in der Lepser Straße der Abriss der Gebäude 58 bis 72. Mit den mehrgeschossigen Häusern verschwanden 48 Wohnungen vom Markt - fast alle standen seit Längerem leer. Noch bis Juli diesen Jahres zeugten riesige Schuttberge von dem Rückbau. Inzwischen ist das Areal ordentlich beräumt. Zukünftig sollen hier Einfamilienhäuser entstehen. "Voraussichtlich können zwölf Baugrundstücke gebildet werden", heißt es in der Beschlussvorlage, die jetzt den Bau- und Stadtentwicklungsausschuss passierte.

Um die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, hat die Bau- und Wohnungsgesellschaft Zerbst mbH (BWZ) als Eigentümerin der Grundstücke im September die Erstellung eines Bebauungsplanes (B-Plan) beantragt. Dieser soll in einem so genannten "beschleunigten Verfahren" erstellt werden, erklärte Heike Krüger. Das bedeutet, dass die Entwurfsplanung nur einmal für einen Monat öffentlich ausgelegt werden muss, wie die Leiterin des städtischen Bau- und Liegenschaftsamtes darlegte. Sie begründete das einfache Verfahren mit dem Umstand, dass das Vorhaben "Lepser Straße" die Innenentwicklung von Zerbst stärkt. Zumal der Bedarf an Wohngrundstücken vorhanden sei, berichtete Heike Krüger von entsprechenden Nachfragen in der Verwaltung.

Helmut Seidler (FFZ) sprach die "Ausbauproblematik ,Lepser Straße`" an, bei der es sich mit der K 1258 um eine Kreisstraße handelt. Auch die Gehwegsituation - hier liegen noch alte DDR-Platten - und die Erschließungsproblematik sollte in dem Zusammenhang mit betrachtet werden, dachte er da nicht zuletzt an die anstehende Haushaltsplanung für 2015. Hinsichtlich des Fußweges samt Beleuchtung konnte Bürgermeister Andreas Dittmann (SPD) positiv verkünden, dass sich die BWZ dem annehme. "Das belastet den Haushalt der Stadt nicht."

Weitere Nachfragen gab es nicht. Geschlossen - bei einem Mitwirkungsverbot - stimmte der Ausschuss für die Aufstellung des B-Plans "Wohngebiet Lepser Straße". Eine endgültige Entscheidung wird der Stadtrat auf seiner Sitzung am 29. Oktober treffen. Zur Regelung der Kostenübernahme wird vor dem Satzungsbeschluss ein städtebaulicher Vertrag zwischen der Stadt und der BZW als Vorhabenträger abgeschlossen. Die Erarbeitung der Planungsunterlagen erfolgt durch ein von der Bau- und Wohnungsgesellschaft beauftragtes Planungsbüro.

Momentan befinden sich im hinteren Bereich der Abrissfläche teilweise noch Gärten. Die Nutzungsverträge sind allerdings bereits gekündigt.