In der Nähe eines Hubschraubers ist es laut und stürmisch. Darauf müssen Polizeidiensthunde eingestellt sein. Denn im Einsatz muss auch mal ein Hund mit an Bord. Das wurde am Dienstag in Dessau geübt.

Dessau-Roßlau l Es war das erste Mal für die Dutzend Diensthunde: Am Dienstag gingen die jungen Tiere auf dem Flugplatz Dessau-Roßlau mit dem Hubschrauber in die Luft. Die Vierbeiner sollen für den Ernstfall vorbereitet sein. Falls sie gemeinsam mit ihrem Hundeführer auf die Suche nach Rauschgift oder Vermissten gehen müssen - mit Hilfe der Hubschrauberstaffel.

Das letzte Training dieser Art gab es für die Beamten der Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Ost im Jahr 2009. Leiter der Diensthundestaffel ist Frank Weber. Unter ihm arbeiten derzeit rund 20 Hundeführer, für die PD Ost sind 37 Hunde im Einsatz. Einer von ihnen war erst im April mit dem Hubschrauber unterwegs. "Hintergrund war eine Bombendrohung in einer Bank in Halberstadt, wo man einen Sprengstoffspürhund benötigte. Die Zeit drängte", erklärte Polizeisprecherin Beatrix Mertens.

Jedes Jahr müssen die Diensthunde eine Prüfung bestehen. Dabei werden auch regelmäßig Schüsse abgegeben, um die Hunde an den Lärm zu gewöhnen.

Noch wenn die Vierbeiner ganz jung sind, wird je nach Fähigkeit über die spezielle Ausbildung entschieden: Wird der Diensthund Rauschgift aufspüren, nach Sprengstoff oder Brandmitteln suchen, der Fährte von Vermissten oder Tätern folgen. Was allen Hunden - vom Schäferhund bis zum Dobermann - gemein ist: die Arbeit als Schutzhund. Bei Fußballspielen oder Demonstrationen begleiten die Tiere ihren Hundeführer. Der Hund lernt auf Kommandos gehorsam zu reagieren und flüchtende Straftäter zu verfolgen.

Wichtig für den Leiter der Staffel: "Die Hunde leben bei ihrem Diensthundeführer zuhause." Das soll die Bindung stärken. Jeder Beamte der Staffel ist für seinen Hund von klein auf zuständig - und bleibt die wichtigste Bezugsperson.

   

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