Zerbst (dap) l Fast 200 Interessenten nutzten den Tag des offenen Denkmals, um sich die Ruine der Zerbster Nicolai- Kirche anzusehen. Auch anlässlich des Stadtseniorenfestes zog es viele in das eindrucksvolle Baudenkmal. "So hatten wir allein im September 396 Besucher", erzählt Heinz-Jürgen Friedrich. Er ist Vorstandsmitglied im Förderkreis St. Nicolai, der sich um Erhalt, Sanierung und Nutzung der einst größten Hallenkirche Anhalts kümmert. "Auch von außerhalb kommen die Gäste", berichtet er von Schönebeckern sowie Touristen aus Apolda, die sich erst kürzlich das im Krieg stark zerstörte Gotteshaus ansahen. Neben der Turmbesteigung laden momentan zudem "Transformationen" zu einem Abstecher nach St. Nicolai ein. So lautet der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 5. November zu sehen ist. Anlässlich ihres 20-jährigen Bestehens präsentiert die Zerbster Kulturaktion vielfältige Skulpturen und Objekte. "Man merkt, wenn die Kirche offen ist, kommen die Leute auch, um sie sich anzuschauen", bemerkt Heinz-Jürgen Friedrich. Umso mehr freuen sich die Mitglieder des Fördervereins über den Aufsteller, den sie jetzt von einem Geschäftsmann aus Zerbst erhalten haben, mit dem sie auf die geöffnete Kirche sowie dortige Veranstaltungen aufmerksam machen können.