Zerbst l Für die Aufnahme von Flüchtlingen ist Zerbst vorbereitet. Das teilte Zerbsts Bürgermeister Andreas Dittmann den Mitglieder des Hauptausschusses mit. Bereits seit Mitte des Jahres habe die Stadt zehn Wohnungen angemeldet, die für die Aufnahme von Flüchtlingen bestimmt ist. "Seit dem 1. August haben wir die Wohnungen beim Kreis zur Verfügung angemeldet", erläuterte der Bürgermeister der Volksstimme auf Nachfrage. Nach einer Einschätzung des Landes sei nach dem Verteilungsschlüssel die Zahl der zu erwartenden Bewerber für den Landkreis festgelegt worden und von dort auf die Städte aufgeteilt. Die Unterbringung von Asylbewerbern solle dezentral erfolgen, hatte Dittmann erklärt. Schließlich könnten die kleinen Dörfer nicht alle Bedingungen erfüllen, die für eine Aufnahme vorhanden sein müssten. Unter anderem müsse der Zugang zu Ämtern und Ärzten gewährleistet sein, was einem umfassenden öffentlichen Nahverkehr bedürfe. So sei für Zerbst die Zahl von bis zu 46 Flüchtlingen ausgerechnet worden. "Unsere Wohnungen bieten Platz für mehr als 50 Personen", sagte Dittmann. Diese werden durch die stadteigene Bau-und Wohnungsgesellschaft bereit gestellt.

Bislang sei aber noch kein einziger Flüchtling in Zerbst eingetroffen, erklärte der Bürgermeister. "Es wurde bislang noch keiner zugewiesen", präzisierte er. Er denke aber, dass bis zum Jahreswechsel die ersten Wohnungen belegt sein werden. Ihm sei darüberhinaus wichtig, dass es für die Aufgenommenen eine soziale Betreuung gebe. Welcher Art diese sein solle, könne er pauschal nicht sagen. "Das kommt ja auf die Menschen an, die betreut werden müssen", argumentierte er. Kinder- und Jugendliche brauchen andere Unterstützung als Erwachsene, fügte er an.

Er habe Bernhard Böddeker Dezernent für Sicherheit, Ordnung und Kommunales im Landkreis, vorgeschlagen, dass die soziale Betreuung eine Zerbster Träger übernehmen können. "Die Idee fand er ganz gut", fügte Dittmann an.