Steutz (pwi) l Dass in der Neufassung der Hundesteuersatzung die Zwingersteuer wegfallen soll, ließ Tierärztin und Züchterin Silke Brettschneider aus Steckby bei der jüngsten Sitzung des Steutzer Ortschaftsrates vorsprechen. Sie versuchte den Bürgervertretern und Vertreterinnen der Stadtverwaltung aufzuzeigen, welcher erhebliche Mehraufwand durch eine ständige An- und Abmeldung der Jungtiere auf Züchter zukommen würde. "Dann bin ich nur noch auf dem Amt", sagte sie.

Die Zwingersteuer soll künftig entfallen, da sie in der Vergangenheit kaum genutzt wurde, erklärte Steueramtsleiterin Anja Friedrich. Auch gebe es womöglich rechtliche Bedenken. Im Landkreis Anhalt-Bitterfeld gibt es keine einzige Kommune mit Zwingersteuer, argumentierte sie. Womöglich müsse hier im Einzelfall eine Kompromisslösung gefunden werden.

Steffen Gerber übernahm es, zwei Anträge zu stellen: den ersten, die Zwingersteuer über 80 Euro/Jahr einzuarbeiten. Mit zwei Ja-Stimmen und dem Rest Enthaltungen wurde der Antrag angenommen. Eine Vergünstigung für Jagdhunde, es stellte sich die Frage, mit welchem Recht die Jäger wohl eine Ermäßigung erhalten sollten, fand jedoch keine mehrheitliche Zustimmung. Mit der Einarbeitung zur Zwingersteuer stimmte der Steutzer Ortschaftsrat der neugefassten Hundesteuersatzung einstimmig zu.