Steutz (pwi) l Der Baumschutzsatzung, die ab Januar in Zerbst und den Ortsteilen gelten soll, stimmte der Ortschaftsrat von Steutz mit einer Gegenstimme zu. Ein Änderungsantrag wurde nicht gestellt. Den will Tino Höpner allerdings über ein Stadtratsmitglied in den Stadtrat einbringen lassen. Eigentlich wäre eine ganze Arbeitsgruppe notwendig, um die Satzung nach seinen Vorstellungen zu überarbeiten. Er argumentierte mit der Bedeutung des Baumes für das Klima in der Stadt und für die Gesundheit der Menschen. Unter diesen Gesichtspunkten könne man mit der Satzung nicht viel anfangen, meinte er. Auch sei Baum nicht gleich Baum. Um zu verdeutlichen, wie wertvoll ein Baum mit einem bestimmten Stammumfang sei, hatte er sogar zwei Stämme in den Versammlungsraum mitgebracht. Auch die Hybridpappeln seien in ihrer Bedeutung als schnell wachsende Bäume nicht zu unterschätzen. Dass zum Denkmalschutz Bäume gefällt werden müssten sei okay, aber warum dafür keine Ersatzpflanzung vorgenommen werden soll, kann Höpner ebenfalls nicht nachvollziehen. "Es gibt vieles, was die Satzung nicht abdeckt", so Höpner. Ute Schilling vom Grünflächenamt versicherte, dass die Kommune ihrer Fürsorge, die ortsbildprägenden Bäume zu schützen, nachkommen würde. Sie nannte Preise, was es die Bürger zum Beispiel kosten würde, wenn größere Bäume als Ersatzpflanzung gefordert wären. "Wir wollen den Privaten nicht alles aufdrücken", sagte sie und stellte auch die Gefahr dar, die von Hybridpappeln ausgeht, bei denen grüner Astbruch bei Windstille auftritt. Der Empfehlung Höpners, die Baumschutzsatzung abzulehnen, kam der Ortschaftsrat nicht nach.