Um mögliche Einsparungsmöglichkeiten beim Haushalt für das Jahr 2015 ging es in der zurückliegenden Sitzung des Ortschaftsrates von Loburg. Grundsätzlich zeigten sich die Ratsleute mit dem Entwurf der Stadtverwaltung zufrieden.

Loburg l Der Ortschaftsrat von Loburg hat den Entwurf der Stadtverwaltung für den Haushaltsplan für das Jahr 2015 zur Kenntnis genommen. Allerdings ist der Haushaltsplan immer noch nicht ausgeglichen, wie Stadtkämmerin Stefanie Seifert auch in Loburg berichten musste. Für einen genehmigungsfähigen Haushalt (der auch dann immer noch nur durch eine Verrechnung mit der Eröffnungsbilanz ausgeglichen werden kann) fehlen der Stadt noch 260 000 Euro (Volksstimme berichtete).

Bei der Suche nach möglichen Einsparmöglichkeiten brachte Loburgs Ratsmitglied Andreas Vogler erneut eine Übergabe der Kindertagesstätten in Erinnerung. Ebenfalls von Vogler kam die Anregung, bei der Straßenbeleuchtung in der Nacht mit Augenmaß den "An-Schalter" zu betätigen: "Licht sollte nur da brennen, wo Leute unterwegs sind", sagte er nahezu unisono mit Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann.

Rentner statt Friedhofsteam?

Ratsmitglied Winfried Moschkau sah eine weitere Möglichkeit zu Einsparungen, die Friedhofspflege nicht in die Hände des kommunalen Bauhofes zu legen, sondern gegen ein geringfügiges Entgelt Rentner damit zu beauftragen: "Vielleicht muss man dann kein zusätzliches Personal einstellen", sagte Moschkau.

Gegen den Haushaltsentwurf sei aus Loburger Sicht wenig einzuwenden, zumal trotz Defizits eine Reihe von Investitionen in Loburg geplant seien, darüber war man sich weitgehend einig. So stehen für die nahe Zukunft nicht unbeträchtliche Summen für die Sanierung der Straßen Wiesengrund, August-Bebel-Straße und die Ortsdurchfahrten-Nebenanlagen an der Kreisstraße Richtung Zerbst im Programm, ebenso die Sanierung der Burganlage in den kommenden Jahren.

Zu Letzterem konnte Ortsbürgermeister Bernd Wünschmann vermelden, dass der Burgturm bereits eingerüstet worden ist. Ziel sei, dass die Abstrahlung der Mauersubstanz noch in diesem Jahr erfolge.

Flächennutzungsplan ist von Bedeutung

Als wichtig erachten die Ratsleute von Loburg, dass eine Änderung des Flächennutzungsplanes möglichst bald erfolgt, um Unternehmen die Ansiedlung im Gewerbegebiet zu ermöglichen. Doch auch eine solche Änderung kostet Geld.

Auch die Änderung der Nutzungssatzung für kommunale Kindertagesstätten wurde von den Ratsleuten zustimmend zur Kenntnis genommen. Tatsächlich betroffen ist die Ortschaft Loburg davon aber nicht, denn die Kindertagesstätte "Burgspatzen" befindet sich in freier Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und hat betreffende Regel bereits in der Satzung stehen.