Steutz (pwi) l Es hatte keiner damit gerechnet, dass es so zeitig dunkel ist, als sich der Sozial-, Kultur-, Schul- und Sportausschuss in Steutz traf. Ein Vor-Ort-Termin, Treffpunkt Jugendclub. Dass auf dem Sportplatz alles in Ordnung ist, musste man Gerd Lange, der guten Seele des Sportvereins, einfach glauben in der Dunkelheit. Doch zunächst wurde der Jugendclub in Augenschein genommen.

Seit 1995 bestehe die Einrichtung, erklärte Ortsbürgermeisterin Regina Frens. Immer mal wieder habe es einen Wechsel der Betreuer gegeben, so Frens. So wird auch die derzeitige Betreuerin in die Babypause gehen, aber seit Anfang des Monats ist bereits eine Vertreterin vor Ort, die die Aufgaben im Rahmen eines 1 Euro-Jobs übernommen hat. Man hatte schon Bedenken, dass sich keine Lösung finden würde, sagte Regina Frens. Ohne Betreuung gehe es zwar mal vier bis sechs Wochen gut, aber auf Dauer sicher nicht. Die Hoffnung besteht, dass eine Maßnahme auch im nächsten Jahr genehmigt wird.

Die Bürgerververtreter konnten sich anschauen, wie in dem einen Teil die jüngeren Kinder beim Basteln und Malen beschäftigt waren, während Ältere am Billardtisch zu finden waren oder gemütlich zusammensaßen bei Karten- und anderen Spielen.

Das Licht knipste Gerd Lange dann im Sportlerheim an, und die Gäste konnten sich die Mannschaftsräume, Sanitäranlagen etc. anschauen. Den Sportverein in Steutz gibt es seit 60 Jahren, die FSG Steutz/Leps seit 36 Jahren. In Steutz tragen die Alten Herren und die Erste Männermannschaft in der Kreisoberliga ihre Spiele aus. Das Schleppdach, das den Zuschauern am Sportlerheim seit zwei Jahren Schutz bietet, kam bei den Gästen gut an.

Dritte Station war das Gemeindehaus, in das die Gemeinde im Herbst 1991 eingezogen war. Als man die zunächst von Sparkasse und Arzt genutzten Räumen nicht leer stehen lassen wollte, wurden - meist in Eigenleistung - Ausstellungsräume daraus. Mit gesponserten oder geliehenen Exponaten ausgestattet, sind hier Einblicke in das frühere Leben möglich. Bei den Produkten in Ottilies Krämerladen wurden bei den Ausschussmitgliedern viele Erinnerungen an die eigene Kindheit geweckt. Bis unters Dach in die zuletzt eingerichteten Zimmer stiegen die Gäste, bevor im Mehrzweckraum zur Tagesordnung der Sitzung gerufen wurde.

Der Ausschussvorsitzende Bernd Adolph dankte Regina Frens zunächst für die herzliche Aufnahme in Steutz. Der Jugendclub, wie auch das Sportlerheim, haben einen ordentlichen Eindruck gemacht, so Adolph. Zum Teil zwar sanierungsbedürftig könnten sich die Jugendlichen hier zurückziehen, weg von der Straße. "Schön, das so etwas noch vorgehalten wird", fand er, wie auch Heinz Reifarth, der aber aus Walternienburger Erfahrung überzeugt ist, dass es nur funktioniert, wenn sich jemand kümmert. Auch vom Museum war Reifarth begeistert, die Räumlichkeiten seien besser geeignet als im Walternienburger Turm. Bernd Adolph meinte, dass es schon was her mache, wenn die Dame bei Veranstaltungen in Steutz hinterm Kaufladen steht.

Darauf, dass das Vereinsleben in Steutz so gut klappt, sei er ein wenig neidisch, sagte Ulrich Weimeister. Hier wurde einiges geschaffen. Im Jugendclub fand er zudem toll, dass die Gruppen so unterteilt sind und in verschiedenen Räumen Platz haben.

Kulturamtsleiterin Antje Rohm betonte, dass es Regina Frens zu verdanken sei, dass die Betreuung im Jugendclub weiter stattfinden kann. Ausschussvorsitzender Bernd Adolph gab den Steutzern abschließend mit auf den Weg: "Machen sie weiter so!"