Zerbst (dap) l Ein einsatzreiches Wochenende liegt hinter der Ortsfeuerwehr Zerbst. Gleich viermal rückte sie aus, wie ihr Leiter Steffen Schneider gestern berichtete.

Der erste Alarm erfolgte am Sonnabendnachmittag. Um 14.20 Uhr wurden die Blauröcke zu einem Ödlandbrand am Ortsausgang Zerbst in Richtung Dobritz gerufen. "Die Meldung erwies sich allerdings als falsch", vermutet Schneider. Womöglich sei die ungünstig stehende Sonne für die Annahme eines Brandes verantwortlich gewesen.

Um 20.20 Uhr gingen die Pieper erneut los. Eine Brandmeldeanlage hatte im Altenpflegeheim Am Plan angeschlagen. Neben den Zerbstern wurden die Ortsfeuerwehren Bias, Bone, Pulspforde, Garitz/Bornum sowie Steckby und Steutz automatisch mit alarmiert. Zum Einsatz kamen sie nicht. "Wir stellten nur einen leichten Geruch fest, als ob etwas geschmort hätte", erklärte Steffen Schneider. Sie empfahlen, dass sich eine Firma einmal die Elektronik anschaut.

Ein weiterer Fehlalarm ereignete sich in der Nacht zum Montag. Um 2.32 Uhr löste eine Brandmeldeanlage bei Nordfrost aus. Auch in dem Fall umfasste die Alarmierung mit Bias, Jütrichau, Steutz und Steckby weitere Wehren. Die Zerbster selbst waren bereits kurz vorher - um 0.22 Uhr - mit 19 Kameraden und drei Fahrzeugen zu einem Brand ausgerückt. In der Magdeburger Straße stand ein Pkw lichterloh in Flammen. Zu retten war das Auto nicht mehr, schildert Steffen Schneider, wie sie das Feuer nur noch ablöschen konnten. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. Auch der Schaltschrank für die Straßenbeleuchtung, neben dem der Pkw geparkt war, brannte ab.

Nach diesem Wochenende listet die Statistik der Zerbster Ortsfeuerwehr damit 116 Einsätze auf.