Quetzdölsdorf l Bei der Grünen Woche in Berlin geht es um mehr als regionale Naschereien. Die Anbieter präsentieren ihre Waren und knüpfen wertvolle Geschäftskontakte. Deshalb erfreut sich der Stand des Landkreises Anhalt-Bitterfeld großer Beliebtheit. Im Januar werden zwölf Anbieter vor Ort sein. Zusätzlich präsentieren fünf ihre Produkte.

Organisiert wird der Gemeinschaftsstand vom Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus sowie der EWG Anhalt-Bitterfeld. Auf sieben Metern gibt es vor allem regionale Spezialitäten. Zum Beispiel aus Lindau. Anett de Vries von der Schafsmilchkäserei Jaare fährt im Januar zum zweiten Mal nach Berlin. "Kosten und Nutzen stehen dabei aber in keinem Verhältnis", sagt sie über die Grüne Woche. Trotzdem sei die Messe eine gute Möglichkeit, um Werbung zu machen und neue Kunden zu gewinnen. In Sachsen-Anhalt ist der Lindauer Betrieb nicht nur der größte, sondern auch nahezu der einzige seiner Art. Schafskäse gibt es sonst nur bei zwei kleineren Züchtern.

Zum ersten Mal ist in diesem Jahr Hans-Felix Rätzel dabei. "Da haben wir uns sehr gefreut, dass er zugesagt hat", erzählt Silvia Zjaba, die im Amt für Wirtschaftsförderung und Tourismus für die Organisation des Standes zuständig ist. Der Zerbster Betrieb bietet Spezialitäten aus der Rolandstadt an. Er wird allerdings nicht selbst vor Ort sein.

Zu den alten Hasen auf der Grünen Woche gehören die Kaffeerösterei Hannemann aus Köthen und die Eisdiele Matteo aus Bitterfeld. Sie präsentieren ihre Spezialitäten an jedem Ausstellungstag. Ob Platzaufteilung im sieben Meter großen Stand oder angebotene Waren - Tino Cangemi und Torsten Vogel waren sich schnell einig. Das Verhältnis der Anbieter untereinander ist auch mit entscheidend für den Erfolg. So freuen sich die regionalen Produzenten schon jetzt auf die Anbieter-Abende. Davor steht aber noch eine Menge Arbeit. Abstimmungsmöglichkeiten wie beim Pressegespräch in Quetzdölsdorf sind dabei unerlässlich. So erfuhren die Anbieter beispielsweise, welches Gewinnspiel im kommenden Jahr angeboten werden soll. Nur so viel sei verraten: Es gibt regionale Leckereien zu gewinnen.